Mit Zwergen durch das Jahr!

Gemeinsam mit Kindern die Jahreszeiten erleben! Hier findet ihr viele wunderbare Anregungen für den Kindergarten und die Familie. Mit der Natur leben und Waldorfpädagogik sind die Grundlagen meiner Beiträge, lasst euch inspirieren!

Sonntag, 6. Juni 2021

Puppenspiel im Juni


Seit einem Jahr beobachten wir direkt vor unserem Gruppenfenster die Eichhörnchen beim Knabbern. Eine Kollegin hatte einen Futterspender für Eichhörnchen angeschafft und auf den Gartentisch direkt vor unserem Fenster aufgebaut. Wir hatten zwar manchmal ein Eichhörnchen über den Spielgarten flitzen sehen, aber nicht damit gerechtet, dass sich die niedlichen Nager so aus der Nähe beobachten lassen würden. Doch einen Versuch war es wert.

Inzwischen kommen mehrmals am Vormittag, wenn noch keine Kinder im Garten sind, die Eichhörnchen und sitzen knabbernd vor uns auf dem Tisch. Die Kinder kleben dann hinter der Fensterscheibe und sehen genau, wie die Tiere den Deckel öffnen, eine Nuss herausholen, prüfend zwischen den Pfötchen hin und her kullern und aufknacken.

Es ist für uns alle unheimlich spannend die wildlebenden Tiere aus dieser Nähe zu sehen. Umso überraschender war es bei der Monatsfeier, die Eichhörnchengeschichte zu erleben, die ich situativ aufgegriffen habe. Im Winter und Frühling sahen wir an allen Ecken des Gartens und in Blumentöpfen die Eichhörnchen nach ihren verbuddelten Nüssen graben...

Mittwoch, 26. Mai 2021

Verlosung und Buchvorstellung bei "Mütterimpulse"

Vor einigen Monaten hat mich Sophie Mikosch vom Blog "Mütterimpulse" angeschrieben. Sie bietet Waldspielgruppen für Elter und Kinder  im Raum Heidelberg, Wilhelmsfeld und Odenwald an. 

Mich hat besonders gefreut, dass sie meine Bücher so sehr mag, dass sie sie gern in ihrem Blog vorstellen wollte. Einige Rotmütz-Bücher stehen dort auch zur Verlosung aus! Hier der Link:


https://www.muetterimpulse.de/rotmuetz-der-zwerg-und-rosina-vorlesebuecher-fuer-kinder-ab-4-jahren/

Schaut mal rein in den Blog, Sophie selbst schreibt darüber 

"Bei Mütterimpulse geht es um ein bewusstes und natürliches Familienleben… von Anfang an. Möchtest du deineKinder bedürfnisorientiert begleiten?  Willst du im Familienalltag achtsamer und umweltbewusster leben? Hast du Lust auf gemeinsame Aktivitäten mit anderen alternativen Familien?"



Donnerstag, 29. April 2021

Herzchen-Raupe zum Muttertag


Diesen niedlichen Muttertagsgruß haben wir auf Pinterest gefunden und mit unseren Kita-Zwergen nachgebastelt. Die Ergebnisse sind einfach zuckersüß und werden sicher viel Freude bereiten. 

Jedes kleine Raupentier ist ein Unikat, genauso wie unsere Kita-Zwerge ;-)


Und so wird es gemacht:

Den Pappteller mit Wasserfarben bemalen.


Nach dem Trocknen eine Pappe zur Verstärkung auf die Rückseite kleben.


Hier das Material auf einen Blick:

Zur Gestaltung des Bildchens werden ca 10 kleine Herzen ausgestanzt, außerdem ein größeres Herz für den Kopf und 2 Mini-Herzen für die Fühler. Die kleinen Herzen sind in der Mitte geknickt, damit sie etwas hochstehen. 

Wenn alle Herzchen aufgeklebt sind: die Wackelaugen ankleben und mit schwarzem Filzstift Gesicht und viele Beine aufmalen. 

Anstatt Wackelaugen können auch weiße Papieraugen mit aufgemaltem Punkt genauso nett aussehen.

Aus den Krepp-Papierstreifen kleine Kügelchen formen und aufkleben, die ausgestanzte Sonne aus Goldpapier in eine Ecke, fertig!

Donnerstag, 22. April 2021

Ein Wollbild entsteht



 

Anfang des Jahres war es coronabedingt sehr ruhig in unserer Kita-Gruppe. Ich hatte die Gelegenheit genutzt, auf die neuen Schallschutzelemente über dem Ostheimer-Figuren-Regal ein Wollbild zu gestalten. Wie ich das Bild aufgebaut habe, erklärt sich durch die Fotos in zeitlich aufbauender Abfolge von selbst. 

Das Bild zeigt im linken Bereich einen Hügel im Sonnenschein, auf dem Schafe weiden. Verborgen im Berg finden die Zwerge Gold. Im rechten Bildbereich steht ein Lebkuchenhaus im abendlichen Wald.








Dienstag, 20. April 2021

Post aus der Nähe von Kiel

Letzte Woche erreichte mich eine Postsendung mit besonderem Inhalt: drei Rotmütz-Bilder von Frida, Jona und Frieda. Juku, Mauselinchen und Zwergin Rosina sind auch mit darauf. Dazu schrieb mir Bianka W. :

Liebe Frau Pomaska,

 

die Zeit vergeht schnell und inzwischen haben wir einen neuen kleinen Waldorfkindergarten in K. für 15 Kinder im Alter von 1-7 Jahren gegründet. Dort arbeite ich seit einem Jahr und was lesen wir jeden Tag? Rotmütz! Band 1 und Band 2 waren schnell gelesen. In unserer kleinen Buchhandlung vorort haben wir den nächsten Band bestellt. Auf dem Weg dorthin haben unsere Kinder schon laut gesungen: "Rotmütz, wir kommen! Rotmütz, wir kommen!" Die Buchhändlerin hat sich riesig über die singenden Kinder gefreut und wir uns ebenso doll auf Band 3.  Geradeben haben die Kinder die Goldammerküken kennengelernt. Mauselinchen ist auf dem Mühlenweiher getrieben, aber die Entenmutter hat sie gerettet und der Erpel hat sie glücklicherweise wieder sicher zurück gebracht. Wir freuen uns auf die nächste Geschichte!

 

Liebe Grüße aus dem Norden

Bianka W.

Samstag, 3. April 2021

Eine Osterhasengeschichte


Am Gründonnerstag gestalten wir für die Kinder eine kleine Osterfeier: wir bringen gemeinsam unsere Tonschüsselchen mit dem frisch gewachsenen Ostergras (Sprießkornweizen) nach draußen auf den Gartentisch. Natürlich hoffen wir alle, dass der Osterhase kommt und uns etwas zum Naschen hineinlegt... 

Dann wird erstmal gemütlich gefrühstückt und danach schauen wir uns das Tischpuppenspiel von der Osterhasenfamilie an. Die älteren Kinder wissen schon, dass der Osterhase uns währenddessen buntgefärbte Eier im ganzen Garten versteckt! Das ist schon eine ziemlich aufregende Sache und auch die ganz Kleinen spüren, dass etwas Spannendes in der Luft liegt. 

Das Puppenspiel zeigt in diesem Jahr eine Geschichte aus dem Buch "Um Ostern mit Kindern". Wer mehr zum Inhalt des Buches erfahren möchte, kann in diesem älteren Post nachlesen. 

Zur Geschichte: die Haseneltern haben sieben Hasenkinder und möchten herausfinden, welches davon wohl ein richtiger Osterhase sein wird. Sie stellen jedes Kind auf die Probe, indem sie jedem ein Ei geben, mit dem Auftrag, es den Menschenkindern ins Nest zu legen. Leider scheitern die ersten sechs Häslein an dieser Aufgabe, denn sie lassen sich unterwegs ablenken und übertölpeln oder überschätzen sich selbst, die Eier gehen zu Bruch, werden genascht oder fallen in den Teich...   Das jüngste Häschen schließlich erfüllt die Aufgabe gewissenhaft und mit Willenskraft. Dieses ist das rechte Osterhäschen.

Zur Ausführung genügt eine einfache Kulisse. Auch wer nicht auf einen so reichhaltigen Ostheimerfiguren-Schatz zurückgreifen kann, wie wir im Kindergarten, kann die Kulisse aus buntem Tonpapier ausschneiden. Kleine Hasen aus Pappe, Knetwachs oder mit der Nadel gefilzt sind eine preiswerte und schnelle Alternative. Denn: Weniger ist oft Mehr und je einfacher das Gesehene, desto mehr Phantasiekräfte regt es im Kinde an.

Mittwoch, 31. März 2021

Rotmütz und Rosina als Handpuppe!

Liebe Frau Pomaska,

an unseren Waldtagen im Kindergarten gibt es, bevor wir los gehen immer eine Waldgeschichte mit Figurentheater.

Nun sind wir schon beim 2. Rotmütz – Buch und die Kinder sind immer noch total begeistert! Ich habe Rotmütz und Rosina als Handpuppen und die anderen Tiere gefilzt und gehäkelt. Außerdem habe ich je nach Thema passende Lieder, Ausmalbilder, Bastelarbeiten….gesucht.



Was mir fehlt ist ein Ausmalbild oder ein Poster von Rotmütz und Rosina. Hätten sie da etwas für uns? Gibt es Begleitmaterial?

Herzliche Grüße, 

Lisa B.

 (Autorin: Inzwischen gibt es ein Malbuch zu Band 1)

Dienstag, 30. März 2021

Rotmütz als Pilzcoach!

 

Hallo Frau Pomaska!

 

Gerne verwende ich bei meiner Arbeit im Waldkindergarten Ihre Bücher vom Rotmütz. Dieses Jahr begleitet er uns durch das ganze Kindergartenjahr.

Er wohnt derzeit in einem alten Koffer, wandert aber manchmal auch ohne Koffer mit in den Wald.

Den Kindern hat besonders der Troll und die Stinkmorchel gefallen....umso schöner, dass wir dieses Jahr auch gemeinsam Hexeneier und Stinkmorcheln finden konnten.

Ich habe die Geschichte für meine Prüfung zum Pilzcoach verwendet. (Foto stammt davon)

 

Viele Grüße,

Steffi M.

 

Sonntag, 28. März 2021

Ein eigenes Zwergenstübchen

Immer wieder erreicht mich LeserInnen-Post, über die ich mich sehr freue. Es zeigt mir, dass meine Geschichten nicht nur einfach gelesen werden, sondern in der Kinder-Phantasie einen wunderbaren Raum öffnen und zum Weiterdichten und kreativen Spielen anregen. 

Unter dem Label "LeserInnen-Post"möchte ich einige Zuschriften und Erfahrungen mit Erlaubnis der VerfasserInnen veröffentlichen.

 

Liebe Frau Pomaska,

wir und unsere beiden Kinder sind große Fans von Ihren Rotmütz-Geschichten. Als wir diese vor ein paar Jahren mit unserer Tochter L. entdeckt haben, haben wir ein Buch nach dem anderen verschlungen und uns jeden Abend vor dem Einschlafen über die neuen Abenteuer aus dem Eulenwald gefreut. 

Vor drei Jahren hat sie den vierten Band zu Ostern geschenkt bekommen und das war für sie damals die allergrößte Überraschung und Freude. Neben vielen anderen Geschenken stach dieses Buch so sehr heraus und hat einen Luftsprung bei ihr ausgelöst. Für mich war das so schön mit anzusehen, wie sehr sich ein dreijähriges Kind über ein Buch freuen kann und alles andere links liegen lässt – selbst den Schokohasen ;-) Dieses Jahr wird unser inzwischen dreijähriger Sohn M. Ihr neues Rosina-Buch im Nestchen finden und ich bin schon sehr gespannt auf seine Reaktion.

Vor ein paar Wochen haben wir das Zwergenstübchen nachgebaut und unsere Kinder hatten viel Freude beim Basteln und Erfinden ihrer eigenen Geschichten. Als wir das Material im Wald gesammelt haben, hatten wir zudem ein ganz besonderes Erlebnis: uns ist dabei ein schneeweißes Hermelin im Winterfell über den Weg gehuscht. Das hatten wir noch nie zuvor gesehen und wir waren ganz begeistert. Daher spielt in unseren Geschichten neben Mauselinchen auch noch Hermelinchen mit und hat es sich gemütlich im Zwergenstübchen eingerichtet. Anbei ein paar Eindrücke davon.   

(Anm. der Autorin: In Band 2 findet Rotmütz die verlassene Maus Mauselinchen, hierzu habe ich einige Rückmeldungen bekommen)

Unsere jetzt 6-jährige Tochter hat die Trennung von Mauselinchen von ihrer Mutter tatsächlich sehr beschäftigt. Wir haben die Situation gemeinsam besprochen und sie hat es dann in Rollenspielen weiterverarbeitet und die Mäusefamilie in ihrer Fantasie wieder zusammen geführt. Für unseren 3-jährigen Sohn war das nicht so ein großes Thema. Er hat es zwar verstanden, aber emotional war es für ihn nicht so ergreifend. Für beide Kinder war die Geschichte mit dem Troll besonders schön, als dieser sich mit Mauselinchen und den Zwergen angefreundet hat und genauso die Passage mit dem Wolf, der dem Jagdhund aus der Spalte geholfen hat. Darauf haben beide sehr empathisch reagiert und sich über den positiven Wendepunkt gefreut.

Ein ganz herzliches Dankeschön für Ihre wunderbaren Geschichten und die schöne Inspiration zum Nachbauen und Weitererzählen.

 Alles Liebe und Gute für Sie und eine frohe Osterzeit

wünscht Julia F. mit Familie


Dienstag, 23. März 2021

Meine Zwergenfrau Rosina

Rosina die Zwergenfrau

Nach nunmehr vier Rotmütz-Büchern hatte ich den Wunsch auch einmal eine Zwergenfrau zur Hauptprotagonistin in der sonst eher männlich dominierten Zwergenwelt zu beschreiben. Zwar nahm Rosina auch in den letzten zwei Rotmütz-Büchern immer mehr Platz ein, doch die Figur hat ihren ganz eigenen Charme. So kam es zum ersten Rosina-Buch: Auf der Suche nach Racka. Und weil ich einen guten Draht zu Zwergen habe, hat mir Rosina noch viele weitere Abenteuer erzählt, so dass zwei weitere Bände in Planung sind.

Es ist sowohl für "NeueinsteigerInnen" zu lesen, aber besonders für alle Kinder, die bereits die Rotmütz-Bücher kennen, denn einige bekannte Figuren werden ihnen hier wieder begegnen. 

Zur Geschichte: Rosina, die heilkundige Zwergenfrau, ist wieder mal im Wurzelstübchen zu Besuch. Den ganzen letzten Winter hat sie hier  im Eulenwald bei ihrem Freund Rotmütz und dem vorwitzigen Mauselinchen verbracht. Nun ist der Frühling da und Rosina wartet auf eine Nachricht von Racka, dem klugen Raben. Der bringt sie immer zu den kranken Tieren, die ihre Hilfe brauchen. 

Doch Racka ist verschwunden! Rosina begibt sich auf eine abenteuerliche Suche. Dabei macht sie ungewöhnliche Bekanntschaften, bis der Weg sie schließlich in die Menschenwelt führt.


Donnerstag, 4. Februar 2021

Rotmütz im Waldkindergarten!

Vor ein paar Tagen bekam ich Post aus Oberbayern. Mit der freundlichen Erlaubnis der Verfasserin darf ich den Text und die Fotos hier einstellen, als Anregung für Kita-Gruppen oder Familien, eine kleine Frühjahrs-Waldzeit einzuplanen.  
 

Liebe Frau Pomaska,
gerade als ich ihr neues Rosinchen-Buch in den Einkaufskorb gelegt habe,
ist mir eingefallen, dass ich ihnen von der wunderschönen Waldzeit mit
Rotmütz erzählen wollte.

Ich leite den grünen Gruppenraum im oberbayerischen Rechtmehring, der an
das Kinderhaus angegliedert ist und mit wechselnden Waldkindern be- und gelebt wird. In der Zeit zwischen erstem Lockdown und den Sommerferien hatten wir eine feste Waldkindergruppe mit 10 Vorschulkindern. Auf Empfehlung einer lieben Waldpädagogin besorgte ich mir ihre Rotmützserie, die die Kinder von der ersten Geschichte an fesselte und begeisterte. 

Jeden Tag lasen wir auf unserem Waldsofa oder an der Feuerstelle ein Kapitel, lachten uns über Stinkmorchel krumm, sorgten uns um Mauselichen und hatten etwas Bange wenn der Troll wieder
auftauchte. Die Kinder liebten die Geschichten und fragten jeden Tag, wann wir denn weiterlesen. Meist wurde dabei gemütlich Brotzeit gemacht und wenn die Sommersonne dann warm und weich durch die Äste schien, wollten Groß und Klein am liebsten einfach den ganzen Tag weiterlesen und unser Leben genießen. Einige Familien ließen sich von unserer Begeisterung anstecken und besorgten sich die Bücher für zuhause als Gute-Nacht-Geschichte. 

Im phantasievollen Spiel der Kinder waren nun Rotmütz und seine Freunde immer präsent. So steckten sie Fichtenzapfen in die Baumhöhlen, um die überaus geliebte Stinkmorchelgeschichte nachzuspielen, sie schnitzten Zwerge, bauten Rotmützhäuschen, klopften "Edelsteine" aus dem Steinberg, brachten den Zwergen eine leckere Stärkung, guckten unter Pilzdächer ob da jemand wohnt, riefen "Racka kommt" wenn eine Rabenkrähe zu hören war, bauten ein weiches Federbett für die kranke Maus und wenn wir nach Hause gingen, wurde statt dem Lied "die Waldkinder kommen" einfach "die Rotmütze kommen" gesungen. Unvergesslich war auch das Erlebnis, als eines Morgens ein rotes Mützchen zum Trocknen auf der Zwergenwäscheleine hing. Da waren sich alle einig, dass Rotmütz heute Waschtag hatte.

Ja das war eine wirklich einmalige, intensive, wunderbare Waldzeit. Kurz vor dem Schulanfang wurden wir mit der Serie fertig und und die Kinder waren stolz am Ende ganze 4 Bücher gemeinsam gelesen zu haben. "Das müssen wir der Lehrerin sagen" meinten sie einhellig.

Ich danke ihnen im Namen unseres Rechtmehringer Kinderhauses für die wertvollen, wunderbar geschriebenen Geschichten aus dem Eulenwald, die in vielen Kinderherzen einen festen, unvergesslichen Platz bekommen haben.

Liebe Grüße und alles Gute für sie!

Elisabeth R.


Mittwoch, 20. Januar 2021

Monatsfeier mit Puppenspiel im Januar


Viele Kinder haben in diesem Jahr zum ersten mal Schnee erlebt! Auch für uns Erwachsene ist es ein beglückendes Gefühl, die weißen, leisen Flocken fallen zu sehen. Es hängt mit unseren eigenen, schönen Kindheitserlebnissen zusammen: mit Freunden den Schlittenberg ersteigen, Schneemänner bauen, Schneeballschlacht und der Versuch, ein Iglu zu bauen... bis die Füße so kalt waren, dass es uns nach Hause getrieben hat und die Zehen dann beim "Auftauen" auf der Heizung kribbelten, dazu von der Mutter ein heißer Kakao. 

Auch wenn die weiße Pracht für die Autofahrer ein Ärgernis ist - freuen wir uns doch lieber über jeden Winter, in dem es noch Schnee gibt... 



Samstag, 16. Januar 2021

Wir gehen auf die Reise...


Rotmütz geht mit zwei Winterwichtel-Freunden auf eine lange Reise. Sie folgen den November-Zwergen in die Schweiz! Besonders die Winterzwerge werden sich über den vielen, vielen Schnee dort freuen... 


Mehr Zwerge findet ihr hier

https://www.eulenwald.org/product/winter-wichtel-wollzwerge

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Wo bleibt der Winter?


Die Winterwichtel sind bereit! Sie warten auf sehnsüchtig auf die ersten Schneeflocken, die uns der Wetterdienst hier im Bergland versprochen hat! 

Der weiße, ganz links, hat unsere Kindergarten-Monatsfeier im Dezember besucht und eine weiße Schneedecke über das Land gelegt. Ob das auch "in echt" klappt?

Puppenspiel im Dezember - Monatsfeier im Kindergarten


Durch den neuen Covid-Lockdown sind wir nur eine ganz kleine Besetzung in der Einrichtung gewesen. Aber als kleinen Trost für alle, die seit letzter Woche zuhause geblieben sind und den Kindergarten vermissen, hatte ich am Freitag noch die letzte Monatsfeier bei Youtube veröffentlicht. Die kleinen Pannen konnte ich nicht rausschneiden, die Technik ist manchmal nicht so leicht zu beherrschen ;-)

Montag, 7. Dezember 2020

Besuch im Waldhäuschen

Zum Video
Zur Einstimmung in den Advent besuchen wir mit unserer Kindergarten-Gruppe das Waldhäuschen.

Dort wohnt der Zwerg, der ein warmes Stübchen im Schnee hat. Nach und nach klopfen verschiedene Tiere an seine Tür und fragen um Einlass, da sie so sehr frieren. Er lässt alle nacheinander herein und bei jedem Einlass leuchtet ein heller Stern am Häuschen auf. 

Zum Schluss steht der Fuchs vor dem Haus und die Tiere wollen nicht, dass er herein kommt. Doch der Zwerg öffnet auch dem Fuchs, der sich ruhig in eine Ecke legt. 

Durchführung

Die Kinder ziehen in den bereits abgedunkelten Raum ein, wo sie durch die Klänge des Glockenspiels empfangen werden. Ohne Worte werden sie zu ihren Plätzen dirigiert: ganz vorn die Jüngsten, dahinter die mittelgroßen und in der dritten Reihe auf Tischen sitzend die Vorschulkinder. So haben alle eine gute Sicht. 

Während die kleinen Kinder ganz vorn, fast im Häuschen sitzen, kommt den Vorschulkindern eine besondere Aufgabe zu: sie hängen auf ein stummes Zeichen der Erzieherin einen leuchtenden Papierstern am Haus auf.

Nachdem der Fuchs ins Häuschen kam, werden noch die letzten Strophen gesungen und mit den Glockenspiel-Tönen klingt die Geschichte noch kurz in uns weiter. Still werden die Kinder aufgefordert, gemeinsam und leise den ¸Raum wieder zu verlassen, nur das Glockenspiel klingt weiter...

Der "mantrische" Gesang im Wechsel mit dem Glockenspiel trägt uns währen des Puppenspiels, so dass eine ruhige, andächtige Stimmung entsteht. Früher hatten wir zur Einstimmung in den Advent unser geliebtes Adventsgärtlein (hier im Blog unter "Jahresfeste") durchgeführt. Durch die neuen Brandschutzbestimmungen war dies jedoch nicht mehr möglich. 

Auf der Suche nach einem neuen  Ritual bin ich auf das Buch "Es klopft bei Wanja in der Nacht" gestoßen. Rasch war das Adventsgärtlein-Lied umgedichtet und der neue Text ist hier:

Besuch im Waldhäuschen

1. Wenn es Winter wird im Mooswald, fällt der Schnee, der Wind ist so kalt, Zwerglein macht den Ofen an.

2. Kommt die Waldmaus zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

3. Hüpft ein grüner Frosch zum Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

4. Fliegt ein Vogel zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

5. Kommt ein Igel zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

6. Läuft ein Spinnchen zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

7. Springt ein Hase zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

8. Schleicht ein großer Fuchs zum Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

"Nein, nein, nein", rufen die andern, "nein, der Fuchs soll weiter wandern, denn den fürchten wir so sehr!"

Zwerglein öffnet doch die Türe, dass der Fuchs nicht länger friere, Füchslein legt sich leise hin.

9. Und der Sturm weht durch den Mooswald, es ist dunkel und so eiskalt, doch im Stübschen warm und hell. 

10. Sanftes Licht der Sternenkerzen, strahle tief in unsre Herzen, dass darin es helle sei... 

 

(Glockenspiel zwischen jeder Strophe, so dass jedes Vorschulkind genug Zeit hat, sein Sternenlicht am Häuschen aufzuhängen und sich wieder zu setzen)



Donnerstag, 3. Dezember 2020

Puppenspiel für die Kleinsten

Im Wollwichtel-Lädchen in Hagen Haspe habe ich Susanne kennengelernt. Sie betreibt eine kleine Tagespflegegruppe mit U-3 Kindern. Das tägliche Puppenspiel ist fester Bestandteil des Tagesablaufs in der Kindergruppe. 

Es sind kurze, ruhige Geschichten, vom Handlungsablauf auf die Altersgruppe abgestimmt. Ich habe Susannes Fotos und Text hier als Anregung abgebildet. 

Bei Krabbelkindern kann das Puppenspiel auf dem Teppich stattfinden, als Bühne reicht ein ausgebreitetes Tuch. Je einfacher die Figuren, desto mehr Raum lassen sie den Phantasiekräften der Kinder...































Montag, 30. November 2020

Neue Strickanleitung für einen Wollzwerg


Hier habe ich einen älteren Beitrag aus meiner Zwergenmanufaktur endlich überarbeitet und alle Arbeitsschritte zum Herstellen eines Wollwichtels fotografiert und erklärt.Diese Variante ist einfacher, denn die Hände sind direkt mitgestrickt.
Er ähnelt ein bisschen den Hottinger Zwergen, die aber gnomenhafter und buckliger aussehen.

Durch die Holzfüße hat der Zwerg auf dem Jahreszeitentisch oder beim Puppenspiel Standfestigkeit.

In den Armen ist kein Draht, denn der würde beim Bewegen sowiso bald brechen und spitz herausstehen. 

Ihr benötigt für den Wollzwerg: 

1. Sockenwolle in drei Farben, eine Farbe für den Anzug, eine andere für die Mütze und hautähnliche (oder anders einfarbige) für das Gesicht.
2. Etwas Mohairgarn oder andere Flauschwolle für den Bart, oder wenn es eine Zwergin werden soll, für das Haar.
3. Naturwolle zum Stopfen.
4. Holzfüße aus dem Bastelgeschäft oder aus lufttrocknender Modelliermasse selbst hergestellte Stiefelchen.

Auf diesem Foto sind alle gestrickten Einzelteile zu sehen:

Ganz links die Arme mit den Händen in Beige. Die rote Mütze verliert ab der 3. Reihe immer eine Masche am Ende jeder Reihe, dadurch wird sie gleichmäßig spitz.

Der Anzug wird zunächst als Quadrat gestrickt. Um Beine zu formen wird in der entsprechenden Höhe 3 Maschen abgenommen, 11 Maschen für das Bein gestrickt, mittig 5 Maschen abgenommen, 11 Maschen für das zweite Bein gestrickt und in der neuen Reihe 3 Maschen abnehmen. So kann jedes Hosenbein ca. 2 cm hoch gestrickt werden. 

Der beigefarbene Kopf soll später eine etwa runde Form annehmen. Damit er möglichst beim Ausstopfen keine Falten bildet, wird erstmal mit der halben Maschenmenge angefangen, nämlich 14 Stück. In der 3. Reihe wird dann die Maschenmenge verdoppelt. Die Höhe des Kopfes beträgt ungefähr 5 cm. Ist die Höhe erreicht, werden immer 2 Maschen zusammen gestrickt, dadurch zieht sich der Kopf wieder zusammen. 

Hier sind die Teile bereits zusammengenäht und bereit zum Ausstopfen, nur die Mütze bleibt leer.

Die gestopften Teile werden in folgender Reihenfolge zusammengesetzt: erst der Anzug, darauf die Arme. Der Kopf wird vorn auf der Brust angenäht, so dass die Schultern in Ohrenhöhe sind. Das sieht gnomenhafter aus. Zum Schluss die Mütze nicht so tief ins Gesicht annähen, sonst ist zu wenig Platz für den Bart.


Zu beachten sind die Arme, die an einem Stück gestrickt sind. Der Mittelteil wird nicht zusammengenäht, denn er bedeckt später die obere Naht des Anzuges und bildet die Schultern. Die Arme dürfen nicht so prall gestopft werden, sonst stehen sie später steif ab. Mit der beigefarbenen Wolle werden kleine Daumen angehäkelt.


Für Bart und Haare ist Mohair besonders schön. Es kann in gewünschter Länge geknüpft, geknotet oder angehäkelt werden. 

Bevor du das Gesticht aufstickst, probiere erst mit Stecknadeln die Aufteilung aus. So bekommst du einen ungefähren Eindruck von den Proportionen. 

Die Holzschuhe werden mit dem Schaft tief in die Stopfwolle versenkt und gut festgeschnürt. Wenn mit dem Zwerg viel gespielt wird, sollte man ein Loch in den Schaft bohren und die Holzbeine fest annähen. 

Und nun viel Spaß beim Stricken! 

Wenn du magst, dann schick mir ein Foto von DEINEM selbstgemachten Zwerg, dann erscheint es hier als Bild!



Samstag, 28. November 2020

Zwergen-Trio


Diese drei unterschiedlichen Zwergenfreunde haben sich schon für die Reise fertig gemacht. Gut verhüllt in Papierschlafsäcke, natürlich mit Lampion, treten sie gemeinsam mit den Rotmütz-Büchern eine weite Reise an. Es geht ins schöne Schweizerland, wo jetzt sicher schon Schnee liegt. 

Ich denke, sie werden schon bald unter einem geschmückten Tannenbaum ihrem neuen Besitzerkind entgegenblicken und auf einem Jahreszeitentisch oder in einem Zwergenstübchen eine Familie durch die Jahreszeiten begleiten...

Montag, 16. November 2020

Monatsfeier November 2020


 Vorbereitung: 

1. eine kleine Zwergen-Laterne, Herbstlaub und eine Wurzel auf der Waldbühne neben dem Zwergenstübchen

2. zwei gefilzte Igel, einer groß und dick, der andere deutlich kleiner

3. ein Stofftier, z.B. eine große Ratte oder ein Eichhörnchen

Ich baue die Salzkristall-Lampe im Zwergenstübchen auf, das ist Michls Ofen, denn draußen ist es kalt. Für die Kinder nicht einsehbar ist hinter dem Ofen ein Versteck, wo der dicke Igel unter einer Decke versteckt liegt. Der kleine Igel ist auf der "Wald-Bühne" neben der Zwergenkommode im Laub verborgen, die Ratte versteckt sich hinter einer Wurzel. Zwergenstübchen und der "Wald" sind hell beleuchtet.

Wir singen unser Monatsfeier-Lied "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder..."

Nachdem wir unsere Jahreszeitenuhr einen Monat weiter gedreht hatten und überlegten, was sich draußen in der Natur verändert hat, was wir für Feste feiern, wer Geburtstag hat, usw. ,  erklingt das Glockenspiel und das Zwergentheater beginnt:

Igelchen kann nicht schlafen

Michl überrascht den kleinen Blaumütz mit einer selbstgebastelten Laterne. Wenn es dunkel geworden ist, wollen sie damit in den Wald gehen. Immer wieder schaut Blaumütz nach draußen, ob es schon dunkel ist. Schließlich lege ich ein Tuch über die Beleuchtung und es ist Abend.


Michl trägt die Laterne und Blaumütz setzt seinen kleinen Rucksack auf, in dem er ein paar Nüsse hat, falls er beim Abendspaziergang Hunger bekommt. Sie betreten singend den Wald (Ich gehe mit meiner Laterne ...) Michl zeigt Blaumütz dann die weißen Blätter der Pflanzen, er erklärt, dass das der kalte Frost ist. 


Oh, da schleicht eine hungrige Ratte durch das Laub. Blaumütz schenkt ihr seine Nüsse, damit sie nicht hungern muss.


Da finden die Zwerge im Laub einen kleinen Igel. Der friert und hat Hunger. Michl erklärt, dass der  Igel eigentlich Winterschlaf machen muss, aber er ist viel zu dünn! Für den Winterschlaf müssen sich die Tiere nämlich Winterspeck anfressen, damit sie im Frühling genug Kraft haben, wieder aufzuwachen. 


Sie beschließen, den kleinen Igel mitzunehmen. Weil er so stachelt, setzten die Zwerge ihn bei Blaumütz in den Rucksack. Sie gehen noch eine Runde durch das Laub und singen: "Licht in der Laterne..."



Im Zwergenstübchen angekommen, wird erstmal der kleine Igel gefüttert. Dann führt Michl ihn, weil er so friert, hinter seinen warmen Ofen (die Salzkristalllampe). Michl kocht ihm noch eine Hafersuppe und stellt das Schüsselchen vor die Salzkristalllampe. Der kleine Igel kommt hervor, die Kinder sehen wie er das Schüsselchen leerfrisst. Dann geht er wieder in sein warmes Versteck hinter die Lampe.

Jetzt erzähle ich ohne zu spielen, dass Michl jeden Tag dem Igel feinen Nussbrei und Haferbrei kocht und der Igel immer größer und dicker wird und sich immer mehr Winterspeck anfuttert. 

Dann bringt Michl wieder eine Schüssel zum Ofen und ruft das Igelchen. Doch das kommt nicht, es sagt, es habe keinen Hunger mehr, es sei jetzt satt und ganz müde. Oh, ruft Michl, es sei dann wohl bereit für den Winterschlaf! Die Zwerge wollen es in ein gutes Versteck im Wald bringen und Michl ruft den Igel hinter dem Ofen hervor.


(Jetzt vertauschte ich unbemerkt den kleinen Igel gegen den Dicken. ) Da kommt der dicke, große Igel hervor und die Überraschung ist den Kindern (und meiner Kollegin!) anzumerken! Alle sind baff und einige rufen völlig erstaunt, dass der ja "ganz in Echt " dicker geworden ist!!! 


Zusammen mit den Zwergen (und der Laterne) geht der Igel schwerfällig in den Wald. Unter der Wurzel ist ein gutes Versteck zum Winterschlaf. Der Igel kriecht hinein und beginnt leise zu schnarchen. Die Zwerge decken sorgfältig Laub darüber und gehen singend nach Hause...

Das Glockenspiel erklingt und die Monatsfeier ist zu Ende.

Donnerstag, 12. November 2020

Laternenkinder in Corona-Zeiten

Dass unser Laternenzug in diesem Herbst nicht wie sonst stattfinden würde war uns bewusst. Die Kinder sollten dennoch ein schönes Sankt-Martin-Fest haben, also entschieden wir uns, den Laternenzug im kleinen Kreis, nur unsere beiden Kindergruppen mit Personal, drinnen am Vormittag zu erleben. 

Schon Wochen vorher werkelten unsere Kindergartenkinder an ihren "Laternenkindern". Ballons mit Kleister und Transparentpapier wurden zu niedlichen Kopffüßlern gestaltet, individuell und lustig anzusehen. Jedes bunte "Laternenkind" wurde in liebevoller Einzelarbeit auch mit den U-3-Kindern hergestellt: ein Gesicht wurde auf den beklebten Ballon aufgekleistert und nach dem Trocknen bekamen die Kopffüßler Papierbeine, Arme aus Pfeifenputzern mit den eigenen aufgemalten und ausgeprickelten Händen. Die Frisuren entstanden aus Schafswolle. 


Die Eltern brachten schon am Tag vor dem Laternenzug einen Laternenstab mit Lampe für ihr Kind. Das machte in diesem Fall Sinn, denn dem Kind eine echte Flamme anzuzünden geht besser draußen und mit einem Elternteil als Aufsicht. 

Endlich war es so weit und alle Kinder saßen auf dem Teppich unter der Zwergenkommode. Alle Räume wurden abgedunkelt und eine erwartungsvolle Spannung entstand. Dann öffnete sich die Tür und jeweils zwei leuchtende Laternenkinder betraten den Raum. Meine Kolleginnen sagten zu jeder Laterne: "Hallo, ich bin die kleine (Lena) und suche meine große (Lena)!" Dann übergaben sie die Laterne dem entsprechenden Kind. Die Kinder waren so überrascht von dem hübschen Anblick der leuchtenden Laternenkinder, dass die Stimmung ausgelassen und fröhlich wurde. 

Ich hatte leider viel zu wenig Speicherplatz auf meinem Handy, denn die Aufnahme war nicht geplant. So konnte ich nur die ersten Minuten festhalten, doch man kann einen kleinen Eindruck bekommen. 

Mit der Gitarre voraus bewegte sich dann der Zug mit den Laternen langsam durch die anderen dunklen (natürlich gut gelüfteten) Räume unseres Kindergartens. Mit Mundschutz sangen die Erwachsenen die Martinslieder und die Kinder stimmten ein. Nach einigen Runden hängten wir die leuchtenden Laternen im Raum auf und setzten uns um einen großen Korb mit Brezeln.

In der jetzt ruhigen Stimmung erzählte ich die Geschichte vom Ritter Martin, der dem Bettelmann begegnete und einige ältere Kinder berichteten, in der Stadt auch einmal einen Bettler gesehen zu haben, und dass Mama dem Geld gegeben hat. Das fanden wir gut, dass Mama das getan hat. 

Im Schein der bunten Laternenkinder schmeckten die leckeren Brezeln dann ganz besonders gut...

Donnerstag, 5. November 2020

Ein Schoß-Puppenspiel

Es braucht nicht viel Bühne, um ein kleines Puppenspiel zu zeigen. Besonders für die Allerkleinsten, die U-3-Kinder ist die überschaubare Szenerie geeignet um die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten und nicht durch zu viele Reize abgelenkt zu sein. 

Frauke aus Norddeutschland ist Waldorf-Erzieherin und hat mir ein Foto ihres Schoß-Puppenspieles zugeschickt. Sie führt die Geschichte "Der Kleine Zwerg geht nachts spazieren" (Vom Kleinen Zwerg -Band 1) auf dem Stuhl sitzend vor. Dafür legt sie sich ein festes Kissen auf die Knie, ein Tuch darüber und ein paar Dekoteile, die zur Jahreszeit passen. Die Tiere liegen seitlich, für die Kinder nicht sichtbar, bereit. Mir gefällt auch, dass ihre Kleidung farblich zur Szene passt. Eine bunte Bluse würde eine völlig andere Stimmung erzeugen.

Zum Schluss legt sie ein blaues Tuch über die Kulisse, das Zeichen, dass das Puppenspiel zuende ist. 


Dienstag, 27. Oktober 2020

Puppenspiel im Herbst

Zur Monatsfeier Anfang Oktober hatte ich ein paar Vorbereitungen:

-  trockenes Herbstlaub sammeln (kleine Blätter) und ein schön gefärbtes, großes Ahornblatt mit langem       Stängel, außerdem paar Kastanien, Bucheckern, Eicheln, Zapfen, Holzpilze

- einen kleinen Drachen basteln aus Jute und Papier, Maße ca. 13 cm x 10 cm.

Die Spielfläche neben der Zwergenkommode ist mit einem dunkelgrünen Tuch bedeckt. Zusätzlich ein kleines Wolltuch in Herbstfarben, das um eine Vase mit buntbelaubten Ästen drappiert ist. Die Fläche ist mit dem Herbstlaub und den Kastanien, usw. belegt. Auch das große, schöne Ahornblatt liegt etwas versteckt am Rand.

Oktober-Monatsfeier

Wir singen unser Monatsfeier-Lied: Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder...

Die Monatsuhr über der Zwergenkommode wird weiter gedreht und wir betrachten das neue Bild darauf. Es zeigt Herbstlaub und einen schlafenden Igel, wir überlegen, was sich draußen verändert hat, wie das Wetter jetzt ist, wer diesen Monat Geburtstag feiert, usw.


Das Glockenspiel erklingt und das Puppenspiel fängt an:

Die Zwerge frühstücken am Tisch und Zwerg Michl kündigt eine Überraschung an. Er holt hinter dem Schrank einen Drachen hervor, den er für den kleinen Zwerg Blaumütz gebastelt hat. Oh, die Drachenschnur ist nicht aufgewickelt, das will Blaumütz, der kleine Tolpatsch sofort machen und verheddert sich total darin, bis er völlig eingeschnürt ist.



Michl befreit ihn und wickelt selbst die Schnur am Drachen auf. Blaumütz läuft schon mal vor um zu sehen, ob draußen genug Wind für den Drachen ist. Er raschelt durch das Laub, findet allerlei Sachen und die Kinder erklären ihm, dass das Kastanien, Nüsse, Pilze usw. sind. Oh, da findet er das schöne Ahornblatt und hält es hoch am Stängel in die Luft. Huuui, da kommt der Wind und wirbelt Blaumütz mit dem Blatt durch die Lüfte! Hoch über der Kommode im Baum bleibt er mit dem Blatt hängen und kann nicht mehr herunter! 


Michl kommt mit dem Drachen heraus und sucht Blaumütz. Die Kinder erzählen ihm alles und zeigen nach oben. Oh weh, da kann Michl nicht hoch! Alle überlegen, was zu tun sei. Als wieder ein Wind weht, hat Michl die Idee, dass er den Drachen steigen lässt, bis zu Blaumütz hoch, das klappt und Blaumütz hält sich am Drachen fest, den Michl an der Schnur zur Erde zieht. Alle sind froh, dass Blaumütz zum Schluss nur ins weiche Laub plumst.

Auf dem Heimweg sammeln sie Buchecker und Nüsse, um sich später einen Kuchen davon zu backen. Und der Drachen darf auch mit am Tisch sitzen.

Das Glockenspiel erklingt und das Puppenspiel ist aus. Wir singen noch das Herbstlied "Ihr Blätter wollt ihr tanzen" und gehen nach draußen, wo die gelben Ahornblätter vom Baum herunterwirbeln,


Diese Geschichte ist vom Thema her auch gut für eine November-Monatsfeier geeignet.