Mit Zwergen durch das Jahr!

Gemeinsam mit Kindern die Jahreszeiten erleben! Hier findet ihr viele wunderbare Anregungen für den Kindergarten und die Familie. Mit der Natur leben und Waldorfpädagogik sind die Grundlagen meiner Beiträge, lasst euch inspirieren!
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Donnerstag, 15. September 2022

Herbstbasar 12.11.2022


Endlich findet nach 2 Jahren wieder der Martinsbasar in der Dortmunder Rudolf-Steiner-Schule statt. Ich bin bereits mit meinem Stand angemeldet (Flurbereich hinter dem Roten Saal) und freue mich, gemeinsam mit meiner Freundin wieder hinter dem Tisch zu stehen. 

Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren😊 und meine Wollzwerge freuen sich auf ein neues Zuhause auf den Jahreszeiten-Tischen meiner Kund*innen. An diesem Wochenende habe ich Zeit, einige neue Wollbilder herzustellen und bunte Kringel zu filzen.


Auch meine letzten Neuerscheinungen der Abenteuer von Zwergin Rosina werden diesmal mit dabei sein!



Samstag, 1. Januar 2022

Ein frohes, gesundes, neues Jahr!

An Silvester habe ich zur Geisterstunde mal ins Zwergenstübchen geschaut! Rotmütz, Rosina und der Winterwichtel feierten fröhlich ins neue Jahr hinein und wir auch. 

Die Zwerge freuen sich schon auf die Neuerscheinung von Rosinas drittem Buch, es wird heißen "Aufregung um Mauselinchen" und erzählt auch wieder von einem aufregenden Abenteuer der kleinen, mutigen Zwergenfrau. 

Ich werde im neuen Jahr mit Tonaufnahmen für ein weiteres Kinder-Hörbuch beginnen und freue mich schon auf die Musik, die Pascal dazu komponieren wird. 

Die Zwerge aus dem Eulenwald und ich auch wünschen euch ein neues Jahr voller positiver Impulse und kreativen Ideen!

Eure Astrid😘

 

 

Freitag, 24. Dezember 2021

Weihnachtsbaum mal ganz anders


Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, uns einen wirklich nachhaltigen Weihnachtsbaum zu "basteln". Ich hatte in den letzten Jahren immer einen kleinen Baum mit Wurzel, doch schon mehrmals sind mir die Wurzelbäumchen in den Sommermonaten eingegangen.

Diesem anscheinend unvermeidbaren Schicksal wollte ich keinen weiteren Baum aussetzen und einen abgeholzten "Wegwerfbaum" mochte ich aber auch nicht kaufen. Da erinnerte ich mich, dass mein allseits sparsamer und erfindungsreicher Vater in meiner Kindheit einmal selbst einen Tannenbaum hergestellt hatte. Dafür musste die Tanne im Vorgarten ein paar Äste spenden, die in einen Besenstiel gesteckt wurden. Als Kind war ich etwas entsetzt über den falschen Weihnachtsbaum, zumal der Besenstiel mehr als deutlich zu sehen war ...  Doch im Nachhinein finde ich es genial.


Also brachte ich beim Spaziergang aus dem Wald einen ca 1 Meter langen, möglichst graden Stock mit, Durchmesser ca 5 cm. Mit dem Küchenmesser schnitzte ich mit Leichtigkeit in dem etwas morschen Holz eine Spitze zurecht. Dann ging ich mit der Rosenschere einmal um das Haus und schnitt von den üppigen Eibenbüschen geeignete Äste ab. Für den Weihnachtsduft mussten auch die Koniferen ein paar Zweige spenden und die Bienenwachskerzen tragen später auch dazu bei. 

Eibe und Lebensbaum sind ein guter Ersatz für Tannenzweige und würden auch nach Tagen nicht abnadeln. Die Ilexzweige mit den roten Beeren habe ich allerdings doch nicht benutzt, das wurde mir zu stachelig. 


Den Stamm habe ich dann rundherum mit dem Akkubohrer gelöchert und von oben her mit kurzen Zweigen bestückt. Je nach Dicke der Zweige spitzte ich die Äste mit dem Küchenmesser an, damit sie in die Bohrlöcher gesteckt werden konnten. 


So arbeitete ich mich allmählich mit immer längeren Ästen nach unten vor, abwechselnd Eibe und Lebensbaum. Es duftete dabei in der Wohnküche ganz wunderbar würzig nach dem Koniferengrün. 

Wichtig: zwischendurch mal Hände waschen oder mit Handschuhen arbeiten, denn dieses Grün ist leicht giftig.


An seinem Platz habe ich dann das Bäumchen in Form geschnitten und muss sagen, er ist doch wirklich eine kleine Augenweide geworden. Ich glaube, auch mein Vater hätte seine Freude daran gehabt! 

Dieses Öko-Weihnachtsbäumchen ist wirklich einfach herzustellen und es macht mir einfach mehr Spaß, selbst aktiv zu werden, anstatt einfach nur einen Baum aus womöglich pestizidreicher Monokultur zu erwerben. 

Der Stamm wird nach Weihnachten im Keller "übersommern" und bekommt zum nächsten Weihnachtsfest frische Äste aus dem Garten. 

Ich wünsche euch allen eine fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit 💜.



Donnerstag, 9. Dezember 2021

Nikolaus war da!

Am Freitag haben wir mit den Kindern einen "Nikolaustisch" vorbereitet: den Schrank unter der Gruppen-Pinnwand im Flur wurde mit einer dunkelgrünen Decke belegt, Efeuranken und Lichterkette darüber befestigt und zu beiden Seiten die fast schon blühenden Weihnachts-Kakteen aufgestellt.

Um den Nikolaus zu erfeuen haben die älteren Kinder kleine Bilder vom "Mann in Rot" gemalt und dort aufgestellt. 

Wie haben wir gestaunt, als am Montagmorgen dann glitzernde, große, schwarze Fußspuren von der Eingangstür bis zum Nikolaustisch führten! Auch die gemalten Bildchen glitzerten plötzlich und waren vom Nikolaus an die Pinnwand geheftet worden. Dann hatte er auch noch für jedes Kind einen niedlichen Mini-Nikolaus aufgestellt, so eine Freude!

Nikolausfeier im Kindergarten

 

 DieNikoläuse haben einen Walnuss-Kopf, Mandarinenbauch, Filzmäntelchen und in den Pfeifenreiniger-Händen einen Reisigstock und einen Stern. Die Nase ist aus einem kleinen, rosafarbenen Bienenwachs-Kügelchen geformt.

Sonntag, 6. Juni 2021

Puppenspiel im Juni


Seit einem Jahr beobachten wir direkt vor unserem Gruppenfenster die Eichhörnchen beim Knabbern. Eine Kollegin hatte einen Futterspender für Eichhörnchen angeschafft und auf den Gartentisch direkt vor unserem Fenster aufgebaut. Wir hatten zwar manchmal ein Eichhörnchen über den Spielgarten flitzen sehen, aber nicht damit gerechtet, dass sich die niedlichen Nager so aus der Nähe beobachten lassen würden. Doch einen Versuch war es wert.

Inzwischen kommen mehrmals am Vormittag, wenn noch keine Kinder im Garten sind, die Eichhörnchen und sitzen knabbernd vor uns auf dem Tisch. Die Kinder kleben dann hinter der Fensterscheibe und sehen genau, wie die Tiere den Deckel öffnen, eine Nuss herausholen, prüfend zwischen den Pfötchen hin und her kullern und aufknacken.

Es ist für uns alle unheimlich spannend die wildlebenden Tiere aus dieser Nähe zu sehen. Umso überraschender war es bei der Monatsfeier, die Eichhörnchengeschichte zu erleben, die ich situativ aufgegriffen habe. Im Winter und Frühling sahen wir an allen Ecken des Gartens und in Blumentöpfen die Eichhörnchen nach ihren verbuddelten Nüssen graben...

Samstag, 3. April 2021

Eine Osterhasengeschichte


Am Gründonnerstag gestalten wir für die Kinder eine kleine Osterfeier: wir bringen gemeinsam unsere Tonschüsselchen mit dem frisch gewachsenen Ostergras (Sprießkornweizen) nach draußen auf den Gartentisch. Natürlich hoffen wir alle, dass der Osterhase kommt und uns etwas zum Naschen hineinlegt... 

Dann wird erstmal gemütlich gefrühstückt und danach schauen wir uns das Tischpuppenspiel von der Osterhasenfamilie an. Die älteren Kinder wissen schon, dass der Osterhase uns währenddessen buntgefärbte Eier im ganzen Garten versteckt! Das ist schon eine ziemlich aufregende Sache und auch die ganz Kleinen spüren, dass etwas Spannendes in der Luft liegt. 

Das Puppenspiel zeigt in diesem Jahr eine Geschichte aus dem Buch "Um Ostern mit Kindern". Wer mehr zum Inhalt des Buches erfahren möchte, kann in diesem älteren Post nachlesen. 

Zur Geschichte: die Haseneltern haben sieben Hasenkinder und möchten herausfinden, welches davon wohl ein richtiger Osterhase sein wird. Sie stellen jedes Kind auf die Probe, indem sie jedem ein Ei geben, mit dem Auftrag, es den Menschenkindern ins Nest zu legen. Leider scheitern die ersten sechs Häslein an dieser Aufgabe, denn sie lassen sich unterwegs ablenken und übertölpeln oder überschätzen sich selbst, die Eier gehen zu Bruch, werden genascht oder fallen in den Teich...   Das jüngste Häschen schließlich erfüllt die Aufgabe gewissenhaft und mit Willenskraft. Dieses ist das rechte Osterhäschen.

Zur Ausführung genügt eine einfache Kulisse. Auch wer nicht auf einen so reichhaltigen Ostheimerfiguren-Schatz zurückgreifen kann, wie wir im Kindergarten, kann die Kulisse aus buntem Tonpapier ausschneiden. Kleine Hasen aus Pappe, Knetwachs oder mit der Nadel gefilzt sind eine preiswerte und schnelle Alternative. Denn: Weniger ist oft Mehr und je einfacher das Gesehene, desto mehr Phantasiekräfte regt es im Kinde an.

Montag, 7. Dezember 2020

Besuch im Waldhäuschen

Zum Video
Zur Einstimmung in den Advent besuchen wir mit unserer Kindergarten-Gruppe das Waldhäuschen.

Dort wohnt der Zwerg, der ein warmes Stübchen im Schnee hat. Nach und nach klopfen verschiedene Tiere an seine Tür und fragen um Einlass, da sie so sehr frieren. Er lässt alle nacheinander herein und bei jedem Einlass leuchtet ein heller Stern am Häuschen auf. 

Zum Schluss steht der Fuchs vor dem Haus und die Tiere wollen nicht, dass er herein kommt. Doch der Zwerg öffnet auch dem Fuchs, der sich ruhig in eine Ecke legt. 

Durchführung

Die Kinder ziehen in den bereits abgedunkelten Raum ein, wo sie durch die Klänge des Glockenspiels empfangen werden. Ohne Worte werden sie zu ihren Plätzen dirigiert: ganz vorn die Jüngsten, dahinter die mittelgroßen und in der dritten Reihe auf Tischen sitzend die Vorschulkinder. So haben alle eine gute Sicht. 

Während die kleinen Kinder ganz vorn, fast im Häuschen sitzen, kommt den Vorschulkindern eine besondere Aufgabe zu: sie hängen auf ein stummes Zeichen der Erzieherin einen leuchtenden Papierstern am Haus auf.

Nachdem der Fuchs ins Häuschen kam, werden noch die letzten Strophen gesungen und mit den Glockenspiel-Tönen klingt die Geschichte noch kurz in uns weiter. Still werden die Kinder aufgefordert, gemeinsam und leise den ¸Raum wieder zu verlassen, nur das Glockenspiel klingt weiter...

Der "mantrische" Gesang im Wechsel mit dem Glockenspiel trägt uns währen des Puppenspiels, so dass eine ruhige, andächtige Stimmung entsteht. Früher hatten wir zur Einstimmung in den Advent unser geliebtes Adventsgärtlein (hier im Blog unter "Jahresfeste") durchgeführt. Durch die neuen Brandschutzbestimmungen war dies jedoch nicht mehr möglich. 

Auf der Suche nach einem neuen  Ritual bin ich auf das Buch "Es klopft bei Wanja in der Nacht" gestoßen. Rasch war das Adventsgärtlein-Lied umgedichtet und der neue Text ist hier:

Besuch im Waldhäuschen

1. Wenn es Winter wird im Mooswald, fällt der Schnee, der Wind ist so kalt, Zwerglein macht den Ofen an.

2. Kommt die Waldmaus zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

3. Hüpft ein grüner Frosch zum Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

4. Fliegt ein Vogel zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

5. Kommt ein Igel zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

6. Läuft ein Spinnchen zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

7. Springt ein Hase zu dem Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

8. Schleicht ein großer Fuchs zum Häuschen, friert so sehr, klopft an die Tür: "Bitte, Zwerglein, öffne mir!"

"Nein, nein, nein", rufen die andern, "nein, der Fuchs soll weiter wandern, denn den fürchten wir so sehr!"

Zwerglein öffnet doch die Türe, dass der Fuchs nicht länger friere, Füchslein legt sich leise hin.

9. Und der Sturm weht durch den Mooswald, es ist dunkel und so eiskalt, doch im Stübschen warm und hell. 

10. Sanftes Licht der Sternenkerzen, strahle tief in unsre Herzen, dass darin es helle sei... 

 

(Glockenspiel zwischen jeder Strophe, so dass jedes Vorschulkind genug Zeit hat, sein Sternenlicht am Häuschen aufzuhängen und sich wieder zu setzen)



Donnerstag, 12. November 2020

Laternenkinder in Corona-Zeiten

Dass unser Laternenzug in diesem Herbst nicht wie sonst stattfinden würde war uns bewusst. Die Kinder sollten dennoch ein schönes Sankt-Martin-Fest haben, also entschieden wir uns, den Laternenzug im kleinen Kreis, nur unsere beiden Kindergruppen mit Personal, drinnen am Vormittag zu erleben. 

Schon Wochen vorher werkelten unsere Kindergartenkinder an ihren "Laternenkindern". Ballons mit Kleister und Transparentpapier wurden zu niedlichen Kopffüßlern gestaltet, individuell und lustig anzusehen. Jedes bunte "Laternenkind" wurde in liebevoller Einzelarbeit auch mit den U-3-Kindern hergestellt: ein Gesicht wurde auf den beklebten Ballon aufgekleistert und nach dem Trocknen bekamen die Kopffüßler Papierbeine, Arme aus Pfeifenputzern mit den eigenen aufgemalten und ausgeprickelten Händen. Die Frisuren entstanden aus Schafswolle. 


Die Eltern brachten schon am Tag vor dem Laternenzug einen Laternenstab mit Lampe für ihr Kind. Das machte in diesem Fall Sinn, denn dem Kind eine echte Flamme anzuzünden geht besser draußen und mit einem Elternteil als Aufsicht. 

Endlich war es so weit und alle Kinder saßen auf dem Teppich unter der Zwergenkommode. Alle Räume wurden abgedunkelt und eine erwartungsvolle Spannung entstand. Dann öffnete sich die Tür und jeweils zwei leuchtende Laternenkinder betraten den Raum. Meine Kolleginnen sagten zu jeder Laterne: "Hallo, ich bin die kleine (Lena) und suche meine große (Lena)!" Dann übergaben sie die Laterne dem entsprechenden Kind. Die Kinder waren so überrascht von dem hübschen Anblick der leuchtenden Laternenkinder, dass die Stimmung ausgelassen und fröhlich wurde. 

Ich hatte leider viel zu wenig Speicherplatz auf meinem Handy, denn die Aufnahme war nicht geplant. So konnte ich nur die ersten Minuten festhalten, doch man kann einen kleinen Eindruck bekommen. 

Mit der Gitarre voraus bewegte sich dann der Zug mit den Laternen langsam durch die anderen dunklen (natürlich gut gelüfteten) Räume unseres Kindergartens. Mit Mundschutz sangen die Erwachsenen die Martinslieder und die Kinder stimmten ein. Nach einigen Runden hängten wir die leuchtenden Laternen im Raum auf und setzten uns um einen großen Korb mit Brezeln.

In der jetzt ruhigen Stimmung erzählte ich die Geschichte vom Ritter Martin, der dem Bettelmann begegnete und einige ältere Kinder berichteten, in der Stadt auch einmal einen Bettler gesehen zu haben, und dass Mama dem Geld gegeben hat. Das fanden wir gut, dass Mama das getan hat. 

Im Schein der bunten Laternenkinder schmeckten die leckeren Brezeln dann ganz besonders gut...

Sonntag, 20. März 2016

Zwergengarten

Zwei Wochen vor Ostern säen wir im Kindergarten die Kresse-Schälchen ein. Kresse ist pflegeleicht, keimt schnell und kann von den Kindern nach ca. 1 Woche selbst geerntet werden. Wer regelmäßig Sprossen auf dem Frühstückstisch haben möchte, kann sich einen hübschen Kresse-Igel anschaffen, auch als witziges Geschenk ist er (mit Kresse!) ein Hingucker.
Die einfachen, runden Tonschalen haben wir vor Jahren für diesen Zweck angeschafft und lassen sie nach den Osterferien von den Kindern wieder zurückbringen.
Jedes Kind befüllt sein Schälchen selbst mit Erde. Es sät die Kresse-Samen gleichmäßig bis zum Rand und gießt anschließend mit der Sprühflasche.
Dabei ist darauf zu achten, dass die Erde nicht zu nass ist, aber auch nicht austrocknet. Ein kühler Ort am Fenster - ohne direkte Sonne ist ideal.
Mit Kindern gärtnern, Mit Kindern säen, Kresseigel, Kresseschälchen, Kresse keimen, Osternest mit Kresse
Natürlich muss Michl, unser Zwerg, die Kressezucht bestaunen. Wenn am Gründonnerstag jedes Kind nach dem Osterfrühstück ein buntgefärbtes Ei gesucht und in das grüne Kresse-Nest gelegt hat, wird das Schälchen zur Kresse-Ernte mit nach Hause genommen.
Mit Kindern gärtnern, Mit Kindern säen, Kresseigel, Kresseschälchen, Kresse keimen, Osternest mit Kresse
Über Nacht hatte ich die Schälchen mit Folie bedeckt und dadurch keimte der Samen schon bis zum nächsten Tag! Die Kinder staunten am nächsten Morgen über das kleine Wunder!
Damit die Kresse jetzt nicht zu schnell wächst und lange Hälse bildet, müssen wir sie an einen geschützten, überdachten Platz draußen stellen. Aber Vorsicht bei Nachtfrost!

Samstag, 19. März 2016

Der Jahreszeitentisch zum Frühlingsbeginn

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Um Ostern mit Kindern

Für den Jahreszeitentisch habe ich Ranunkeln und Osterglocken beim Gärtner gekauft.  Die Mini-Osterglocken sind noch nicht erblüht, aber zu Ostern werden sie es schaffen.
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Die kleinen Hasen hocken neben einem Nest mit Eiern aus Bienenknetwachs. Wenn die Kinder selbst am Jahreszeitentisch mitgestalten dürfen, haben sie eine lebendigere Beziehung dazu. Gekaufte, perfekt gestaltete Dekodinge sind gar nicht wichtig.
Die Schneeglöckchen sind noch aus meinem Garten, denn es ist immer noch wirklich sehr kalt zum Frühlingsbeginn.
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Die Postkarte mit dem Hasenmotiv habe ich bei DaWanda erworben und die kleine Frühlingsfee ist von Filz-Art, auch bei DaWanda. Aber wie schon erwähnt, ein selbst gemaltes Häschen vom eigenen Kind ist immer vorzuziehen.
Außer einigen Krokussen ist auf der Wiese noch nichts am Wachsen oder Blühen! Eigentlich wollte ich in den Osterferien schon die ersten Wildkräuter-Smoothies zu mir nehmen ...
Ostern ist für mich das Fest des sich erneuernden Lebens und des Ewigkeitsgedankens. Wir erkennen dies im christlichen Ostergeschehen oder draußen in der Natur direkt anzuschauen.
http://www.amazon.de/Ostern-mit-Kindern-Geschichten-Lebensjahr/dp/3723514049/ref=as_sl_pc_wdgt_ex?&linkCode=wey&tag=astridpomaska-21
Es gibt nur wenige Geschichten, die dem Anspruch dieses Themas gerecht werden können, doch ich habe vor vielen Jahren ein kleines Buch vom 'Verlag am Goetheanum' , bzw. 'Ogham-Verlag' gefunden:
  "Um Ostern mit Kindern".
Es enthält im ersten Teil Vorlesegeschichten und Gedichte zur Osterzeit für Kindergartenkinder, und der zweite Teil ist für ältere Kinder und Jugendliche gedacht. So wird es zum Begleiter über viele Jahre.
Ich möchte dieses Buch unbedingt empfehlen, damit Ostern für Kinder an Tiefe gewinnen kann und sich nicht nur im Eiersuchen erschöpft.
Die Sinnbilder, Legenden und Erzählungen können auch dem Erwachsenen noch den Zugang zum Ostergeschehen erleichtern und ich empfehle unbedingt, das Vorwort des kleinen Büchleins durchzulesen.
Dieses Buch kann auch nach Ostern noch angeschafft werden, denn es sind einige Beiträge darin, die nicht in vordergründigem Bezug zum Osterfest stehen.
Das Buch auf meinem Jahreszeitentisch zeigt noch die ursprüngliche Ausgabe, inzwischen wurde das Titelbild überarbeitet und bunter gestaltet, wie hier zu sehen ist.


Freitag, 27. November 2015

Unser Adventsgärtlein 2015

Adventsgärtlein Aufbau, Waldorfkindergarten, Zeremonie im Advent
In einem älteren Post habe ich schon etwas ausführlicher über das Adventsgärtlein, Ursprung und Symbolik berichtet.
Wir führen diese andächtige Zeremonie immer in der Woche vor dem 1. Advent durch. Jede Gruppe hat dafür ihren eigenen Vormittag, damit kein Zeitstress entsteht.
Wer mehr zum Ablauf erfahren möchte, kann in dem älteren Post lesen.

Dieses Mal gehe ich etwas mehr auf den Aufbau ein. So eine Veranstaltung kann man nur mit Elternunterstützung hinbekommen: zwei Familien versorgten uns mit reichlich frischen, duftenden Tannen und Douglasienästen. Eine glatte, weiche Nadelbaumart war auch dabei.
Es kann aber auch jede andere Art Grün verwendet werden, z.B. Lebensbaum, Buchsbaum, Efeu...
Ich stelle zunächst einen niedrigen Baumstamm, ersatzweise einen kleinen Hocker oder eine Hutschachtel, etc. in die Mitte des Raumes.
Mit einigen Tannenzweigen markiere ich eine im Uhrzeigersinn drehende Spirale darum. Wenn die Einteilung ausgewogen erscheint kann ich mit dem Aufbau des Tannengrüns beginnen.
Die weniger schönen Tannenäste lege ich als Untergrund  aus und schichte dann die Edeltannen dachziegelartig von der Mitte ausgehend darauf.
Der Weg muss mindestens 60 cm breit sein, damit niemand stolpert.
Im Hintergrund stelle ich die Sitzplätze für die Eltern auf. Ein Sichtschutz aus den Spielelementen verhindert, dass die Kinder von den Eltern abgelenkt werden und auf den Schoß möchten.
Adventsgärtlein Aufbau, Waldorfkindergarten, Zeremonie im AdventDie Trennwand wird mit einem Tuch bedeckt. Hinter der Trennwand hänge ich - für die Kinder unsichtbar - eine Lichterkette auf. So können die Eltern im Dunkeln den Liedertext lesen.
Adventsgärtlein Aufbau, Waldorfkindergarten, Zeremonie im AdventZuletzt dekoriere ich das Grün mit kleinen Stoffrosenblüten. Die Deko soll aber nur sehr dezent sein und nicht vom Weg ablenken. Die große, weiße Kerze in der Mitte wird nur zu dieser Gelegenheit gebraucht.
Das große Tablett mit den vorbereiteten Apfel-Kerzen steht auf dem Hocker am Anfang des Weges.
Der Raum ist vollkommen abgedunkelt.

Ganz wichtig sind die Sicherheitsmaßnahmen: die Kerzen müssen fest in den Äpfeln stecken, Zwei Wassereimer stehen bereit, die Kinder tragen keine Synthetikkleidung, langes Haar wird zurückgebunden.

Das letzte Bild ist nach dem Verlassen der Kindergruppe aufgenommen. Alle Kerzen erhellen den gemeinsamen Weg und ich lösche die Kerzen erst, wenn alle den Raum verlassen haben.
Viele Eltern freuen sich, genau wie wir selbst, auf das Adventsgärtlein und unterstützen die Gruppe durch ihren Gesang, der die Zeremonie in einer gesungenen Endlosschleife trägt.

Extra für den Tag wird die Tür mit einem Vorhang und einem Stern versehen. Der Raum öffnet sich erst wieder zum Spielen, wenn das Adventsgärtlein vollständig abgebaut ist.

Dienstag, 10. November 2015

Schattenspiel am Fenster - St. Martin 2015

Zwei Tage rechne ich im Kindergarten Anfang November für die Fenstergestaltung zum Schattenspiel ein.
Da ich vier große Fenster nebeneinander zur Verfügung habe, gibt es keinen Szenenwechsel, alle Szenen können hintereinander ablaufen. Das vereinfacht das Schattenspiel.
Der Ablauf ist in jedem Jahr gleich. Wer Genaueres lesen möchte, kann sich den Post vom letzten Jahr anschauen, hier möchte ich einfach nur eine etwas andere Farb- und Motivgestaltung zeigen.
Schattenspiel St. Martin, Laternenfest, transparentes Fensterbild








Hier noch einige Impressionen,  ohne Blitzlicht aufgenommen sind die Bilder dunkel, aber stimmungsvoll.


Sonntag, 13. September 2015

Waldzwerge im Spätsommer

Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Für viele Kinder gibt es nichts Schöneres, als draußen in der Natur zu spielen! Unsere diesjährige Herbstwaldzeit fand Anfang September statt und der erste Waldtag war wunderbar warm, und so zog es uns gleich morgens an den Bach.
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Erstmal vorsichtig gingen wir barfuß in den kühlen Bach, doch sogar die etwas empfindsameren Naturen platschten dann fröhlich und begeistert durch das Nass.
Spannend wurde es, als wir einen kleinen Frosch beobachteten, der mit kräftigen Schwimmzügen an uns vorbei zog.
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Gegen Mittag, als wir zum Kindergarten zurück kamen, war es sogar richtig heiß geworden. Der etwas tiefere Bach, der am Kindergarten fließt, lockte uns auch noch mal auf die Schnelle zu einem kleinen Bad!
In einer knietiefen Gumpe tauchten die Mutigsten sogar bis zum Hals mit lautem Gejuche in das glasklare Wasser unter!
Ein Kind rief begeistert: "Das hab ich noch nie gemacht!"
Das sind einfach schöne Momente, die ich, genauso wie die Kinder, genieße!
Glück pur!
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Bis auf einen Regentag, an dem wir mit Gummistiefeln durch die nasse Welt wanderten, hatten wir die restliche Woche über fast trockenes Wetter, nach einem kleinen Schauer kam meistens immer wieder die Sonne durch.
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Ein täglicher Höhepunkt ist das Picknick. Jedes Kind hat eine Sitzmatte, Trinkflasche und Frühstücksdose im Gepäck. Hier ein besonders malerischer Frühstücksplatz: auf einer "Almwiese" mit Blick auf die reifen Obstbäume und die Kühe am gegenüber liegenden Hang.
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Im Wald warten immer schöne Spielsituationen auf uns, es gibt unendlich viel zu entdecken und zu erforschen. Aber manchmal sehen wir uns auch Hersausforderungen gegenüber, die uns und den Kindern einiges abverlangen:
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Hier endete plötzlich der Weg, den wir vor zwei Jahren noch gut gehen konnten im Brombeergestrüpp und uns blieb nichts anderes übrig, als mitten über einen steilen Hackholzhang bis zu einem höher gelegenen Wanderweg zu kraxeln.
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
Als wir am letzten Tag kurz vor Mittag plötzlich dunkelschwarze Regenwolken über den Berg heranziehen sahen, machten wir uns eilig auf den Rückweg.
Waldzeit im Kindergarten, am Bach spielen, Waldkindergarten, Naturkindergarten, Waldorfkindergarten
An der Straße gab es dann ein freudiges Wiedersehen mit unserer Mini-Truppe, den 2-3-jährigen Kindern, die zum ersten Mal eine Waldzeit erlebten und an der Straße noch an der Schlaufenleine gingen.
Alle gut gelaunt und hundemüde!

Samstag, 9. Mai 2015

Waldzwerge

Waldzeit im Frühling

Eine Woche planen wir für die Waldzeit im Frühling ein. Dass wir direkt am ersten Tag im Regen loszogen trübte unsere Freude auf den Wald nicht im Geringsten, denn alle waren wetterfest angezogen.

 Beim gemütlichen Picknick auf der Schäfchenwiese beobachteten wir die Osterlämmchen beim Herumtollen.
Kurz darauf verzogen sich die Regenwolken vollends und an fast allen Tagen kam immer wieder die Sonne hervor!
Mit der Zwergentruppe war es an der Straße nicht immer so einfach, aber mit etwas Geduld schafften wir den kurzen Weg bis zum Kindergarten in der wenig befahrenen 30-er-Zone.

Mit den Vorschulzwergen ging es hoch hinaus. Die können nicht genug bekommen vom Klettern, Rutschen und Entdecken.

Kleine Tiere werden an den Wegrand gesetzt, damit niemand drauftritt. Es ist schön, zu sehen, wie natürlich und sorgsam die Kinder mit Schnecken, Würmern und Insekten umgehen. Anfänglicher Ekel weicht der Neugierde und dem Interesse an der Umwelt!

Der Wald wird mit allen Sinnen erlebt. Besonders jetzt im Mai duftet alles nach Blüten. Aber auch der Dung an der Kuhwiese gehört dazu, und der feuchtwarme Regengeruch.

Zwischen Felsen entdeckten wir eine Quelle im Wald. Allerdings floss das Wasser dort nur tropfenweise, aber spannend war es trotzdem, einen Tropfen des klaren Wassers zu probieren.

Täglich verlassen immer einige Kinder schwer bepackt den Wald. Die gefundenen Schätze müssen einfach mit!

Die Rucksäcke sind manchmal bis zum Rand mit Steinen gefüllt, werden aber tapfer und ohne zu murren geschleppt!

Am letzten Tag haben wir uns eine Wurzel mitgenommen. Mit Raspeln und Feilen lösten die Kinder das morsche Holz und zurück blieb eine schöne Dekowurzel für die Waldecke im Eingangsbereich.

Da findet sich auch Michl, der Zwerg ein, zwischen gesammelten Zapfen, Steinen und Moos.

Muttertag

Und zwischendurch fanden wir auch noch Zeit, ein kleines Muttertagsgeschenk herzustellen. Die runden Kiesel dafür haben wir aus dem Bach gefischt...