Mit Zwergen durch das Jahr!

Gemeinsam mit Kindern die Jahreszeiten erleben! Hier findet ihr viele wunderbare Anregungen für den Kindergarten und die Familie. Mit der Natur leben und Waldorfpädagogik sind die Grundlagen meiner Beiträge, lasst euch inspirieren!

Montag, 12. August 2013

Monatsfeier im Kindergarten - August


Kindergarten Puppenspiel Zwerge
Michl zeigt die Schatzkarte
Waldorfkindergarten Kindergarten Puppenspiel Zwerge
Zunächst unser Anfangslied "Es war eine Mutter..." und dann drehen wir unsere Jahreszeitenuhr wieder einen Monat weiter.
Was wissen wir alles über den August?
Wer hat in dem Monat Geburtstag? Wer fährt in den Urlaub? Welche neuen Kinder und welche Kollegin kommen dann in unsere Gruppe? Was für Blumen sehen wir im Garten? Das Korn wird reif und die Himbeeren auch. Die Äpfel haben eine erkennbare Größe erreicht, manche haben gar schon rote Bäckchen!


Michls Stube hat ein orangenes Tuch erhalten und den Schrank, auf dem das Puppenspiel stattfindet, bedeckt ein blaues Tuch (als Wasser), in der Mitte ist eine Insel aufgebaut (Kann man auch mit richtigem Sand machen!). Ein Holzschiffchen steht bereit.

Einige Klänge auf dem Glockenspiel leiten das Puppentheater ein.
Michl hat vor einiger Zeit eine Schatzkarte gefunden! Es ist Wasser darauf zu sehen und eine Insel mit zwei Bäumen. Er zeigt sie den Kindern und jeder kann seine Vermutung äußern, wo dieser Ort sein könne und wie die Insel wohl heißt.
Kindergarten Puppenspiel Zwerge Monatsfeier
Blaumütz möchte auch mit und krabbelt heimlich in Michls Reisetasche, in der sich schon jede Menge Nüsse als Reiseproviant befinden.
Michl sticht in See und kurvt mit dem Boot bei hohem Wellengang durch den ganzen Gruppenraum. Zwischendurch hört Michl ein seltsames, leises Fiepen, doch er glaubt, dass es Möwen sind. Der Sturm lässt nach und er nähert sich der Insel. Da ertönt aus der Tasche ein gedämpftes Gejammer - Michl staunt: Blaumütz! Blaumütz ist seekrank geworden. Nun an der frischen Luft wirds ihm besser. Blaumütz klettert am Mast hoch und hält Ausschau: Insel voraus! Dann plumpst der Tolpatsch auch noch ins Wasser und Michl muss ihn heraus fischen.
Kindergarten Puppenspiel Zwerge Monatsfeier
Die Zwerge betreten die Insel und finden anhand der Karte die Stelle, wo sie graben müssen.
Kindergarten Puppenspiel Zwerge MonatsfeierDa! Ein Kästchen ist im Sand verborgen!
Michl öffnet es und findet darin - eine Hängematte und ein Buch. Er freut sich, genau das braucht er zum Urlaub machen. Er spannt die Hängematte zwischen die Bäume und legt sich hinein. Herrlich!
Kindergarten Puppenspiel Zwerge MonatsfeierBlaumütz überlegt nicht lange, er hängt Michls Tasche in den Baum und legt sich da hinein, das schaukelt supergut. Auch er freut sich: er hat zwar kein Buch, aber jede Menge Nüsse...

Mit dem Glockenspiel klingt das Puppenspiel aus.
Kindergarten Puppenspiel Zwerge Monatsfeier
Wir singen unser Sommerferien-Lieblingslied: "Wenn der Sommer kommt..."

Mittwoch, 10. Juli 2013

Monatsfeier im Kindergarten - Juli


Waldorfkindergarten


Als ich im Garten die vielen Walderdbeeren sah, beschloss ich, die Monatsfeier im Juli draußen durchzuführen. Auf einem niedrigen Tisch baute ich das Zwergenstübchen mitten zwischen die Erdbeeren, die Bänke und Stühle für die Zuschauer/innen platzierte ich mit geringem Abstand zur "Bühne".
Wunderbarerweise hatten wir am Mittwoch auch Glück mit dem Wetter!
Bevor wir zum Puppenspiel nach draußen gingen, sangen wir unser Lied "Es war eine Mutter..." 


Die Jahreszeitenuhr drehten wir ein Bildchen weiter und sammelten unser Wissen vom Monat Juli: Erdbeerzeit, die Kirschen werden rot, die Ferien beginnen, es gibt Wärmegewitter, die Übernachtung im Kindergarten steht an, wer hat Geburtstag? Wer feiert Abschied? Wohin geht die Reise in den Urlaub?

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"Es ist so weit, Erdbeerzeit!" singt Michl, der Zwerg und stellt einen Teller mit Erdbeeren in die Sonne zum Trocknen. Damit er im Winter Erdbeerbrei kochen kann und Futter für die hungrigen Tiere hat.
Als er wieder im Stübchen ist, stellt er Blaumütz ein Tellerchen mit einer Erdbeere zum Probieren hin. Der kleine Tolpatsch freut sich über die "Berteere" - alle lachen, dann sagt er "Bergbeere" und noch " Zwergbeere"- ! Die Kinder sprechen ihm lachend das Wort richtig vor, doch es kommt immer nur lustiges Zeugs bei ihm heraus!
Als Michl die trocknen Erdbeeren reinholen will, sieht er Schnecki, die sich über die Früchte hergemacht hat. Puuh, die sind ja voll Schneckenschleim, da will er rasch neue sammeln gehen und überzeugt Schnecki, mitzugehen.
Die Schnecke läuft nicht gern, also trägt Michl sie. Oh, wie die klebt! Sie zieht sich in ihr Haus hinein und Michl schleppt die schwere Schnecke zum Erdbeerhang am Bach.


Er pflückt einige Beeren und macht dann in der Sonne ein Nickerchen. Als er erwacht, ist sein Körbchen leer und die Schnecke schmatzt noch mit der letzten im Mund. Als der Zwerg sie etwas säuerlich fragt, warum sie sich nicht selbst welche gesucht hätte, antwortet sie: "Hab ich ja, und dann habe ich die hier alle gefunden. Und was man findet gehört einem!" Auf Michls Argumente, dass er sie doch schon gepflückt hätte, geht sie nicht ein.
Also pflückt Michl notgedrungen neue Erdbeeren. Doch als er dem Korb den Rücken zuwendet, macht sich Schnecki wieder drüber her und verschleimt alles.
Michl überlegt mit den Kindern, was er nun tun könne. Alle sind etwas ratlos weil die Schnecke sich nicht überzeugen lässt.

Michl hat schließlich die rettende Idee: er schiebt einen Holzstock über die Brücke und zeigt Schnecki die besonders großen Erdbeeren auf der anderen Seite des Baches. Natürlich kriecht sie gleich hinüber und beginnt zu schmatzen, Michl zieht derweil den Stock vom Bach wieder weg.
Nun kann er in Ruhe Erdbeeren pflücken und summt vergnügt sein Erdbeerliedchen...

 Zum Schluss verteilt Michl die kleinen Walderdbeeren an die Kinder, jeder nimmt sich eine aus dem winzigen Körbchen heraus...


Donnerstag, 13. Juni 2013

Monatsfeier im Kindergarten - Juni


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Vorbereitung

Die Zwergenstube, die gleichzeitig Puppenbühne und Jahreszeitentisch ist, wird mit einem hellroten Samt belegt.
Den Schrank daneben bedeckt ein dunkelroter Samt und in der Vase stehen blühende Wildrosen. Ein kräftig-rosa Baumwolltuch unterstreicht die Farbe der Rosen und bringt sie zum Leuchten. 
 
Monatsfeier Juni, Waldorf Puppenspiel im Kindergarten,  jahreszeitentischZunächst singen wir unser Anfangslied "Es war eine Mutter..." und dann drehen wir unsere Jahreszeitenuhr wieder einen Monat weiter.
Was wissen wir alles über den Juni?
Mit dem Juni beginnt der Sommer, Johannifeuer, Glühwürmchen in warmen Nächten, Junikäfer erobern den Garten, das helle Maigrün weicht dem satten Grün des Sommers, wer wird Geburtstag feiern? Der Juni wird auch Rosenmonat genannt...

Das Glockenspiel  erklingt, das Puppenspiel fängt an...

Michl hat ein neues Teekesselchen und beschließt mit seinem Freund Blaumütz, frischen Kräutertee zu kochen. Damit wollen sie den Nusswichtel und Hasi, die beide noch schlafen, überraschen.
Blaumütz ist ein richtiger kleiner Tolpatsch, der aus Versehen immer Quatsch macht: er will auf dem Teekessel Trompete blasen, läuft über den Tisch, usw. Da gibt es immer viel zu Lachen!

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Michl hält ihn an der Zipfelmütze fest, damit er nicht so oft stolpert und sie gehen hinaus um die Kräuter zu pflücken.
Unter dem Wildrosenbusch bleiben sie stehen, und freuen sich über den Rosenduft. Blaumütz will aber noch mehr riechen und will hinauf klettern, sticht sich aber gleich an den Dornen. Michl möchte ihm das ausreden, doch Blaumütz lässt nicht locker, bis Michl ihn schließlich auf die Schulter nimmt, damit er an der Blüte riechen kann.

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Als Michl ein paar Schritte zurückgeht, um seinen Freund wieder herunter zu lassen, geschieht es: Blaumütz bleibt im Rosenbusch oben hängen und quiekt, weil die Dornen ihn pieksen. (Große Aufregung bei den Kindern, denn alle sehen, dass ich ihn wirklich nicht mehr festhalte)
Dann plumpst er hinunter, und mit ihm zusammen fällt ein Rosenblatt herab.
Michl zieht dem jammernden Freund einen Dorn aus der Nase und plötzlich hören sie eine leise, feine Stimme: die Rose spricht zu ihnen.
Sie erklärt, dass sie dem Zwerg nicht weh tun wollte, doch sie braucht ihre Stacheln, damit die Nester der kleinen Vögel in Sicherheit vor den anderen Tieren sind. Das Rosenblatt hat sie den Zwergen zum Teekochen geschenkt.

Die Beiden bedanken sich und gehen mit dem duftenden Blatt Heim um Frühstückstee zu kochen.

Wir betrachten nach der Monatsfeier gemeinsam das Buch "Sommer". Wer sieht auf den Seiten den kleinen Zwerg mit der roten Mütze?

Mittwoch, 8. Mai 2013

Monatsfeier im Kindergarten - Mai


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Zu Beginn jeder Monatsfeier singen wir das Lied "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder", dann wird unsere Holz-Jahreszeitenuhr weiter gedreht und wir tragen gemeinsam unser "Wissen" zu diesem Monat zusammen: Maiglöckchen blühen, Maikäfer kommen aus der Erde, Vogelkinder schlüpfen, ...

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Ein Strauß blühende Zier- Johannisbeere steht auf der Bühne und ein blaues Tuch fließt als Bächlein quer über das grüne Tuch. Im Bach liegt ein dicker Stein.

Ein wuseliger, gruseliger  Wolltroll nähert sich mit einem Kescher dem Bach. Er versucht erst einen Vogel zu fangen, dann eine Wespe, dann angelt er mit dem Netz nach den Forellen. Zum Glück fängt er nichts, sondern verwuselt sich nur in seinem eigenen Netz und legt sich dann etwas weiter weg zum Nickerchen hin.
Alles ist wieder friedlich und die Tiere beruhigen sich.
Aus einem Erdloch schlüpft ein dicker, träger Maikäfer und klettert für seinen ersten Flugversuch im Leben auf den Baum am Bach. Unbeholfen startet er und stürzt über dem Bach ab, landet aber zum Glück auf dem Stein darin. Die Ente watschelt los, um Michl, den Zwerg zum Helfen zu holen.
Derweil erwacht der Troll und fängt mit dem Kescher den Käfer. Michl hat es beobachtet und berät leise mit den Kindern, wie man dem Maikäfer helfen könne.
Schließlich wird die Wespe gefragt, ob sie den Troll in den Popo stechen könne. Während der Troll vor der Wespe fort läuft, befreit Michl den Käfer. Er hält ihn hoch in die Luft und singt das alte Lied "Maikäfer, flieg...", brummend schwirrt er davon.
Den Kescher zerbricht Michl, damit der Troll damit kein Unheil mehr anrichten kann.

Wir beenden die Monatsfeier mit dem Lied "Mai ist's und ein Käferlein".

Montag, 15. April 2013

Monatsfeier - April

Der Zitronenfalter


Vorbereitung: Die Spielfläche bedeckt ein hellgrünes Tuch, in kleinen Vasen stehen Schneeglöckchen, Osterglocken, Huflattichblüten und ein Krokus. Ich einer großen Vase steht ein Busch Forsythien. Auf der grünen Fläche liegen einige Rindenstückchen und Schnipsel von trockenen Blättern. In einer Ecke befindet sich ein Moosbüschel, darunter ein weißes Wollgebilde und ein gelber Schmetterling.

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Unser April: Nach unserem Monatsfeier-Lied (Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder ...) drehen wir die Jahreszeitenuhr weiter zum Monat April. Wir sehen auf dem Bildchen Blumen und eine Biene. Wer kennt diese Blumen? Wo stehen sie in unserem Garten? Welche Tiere sehen wir schon draußen? Wer hat in diesem Monat Geburtstag? Und wir freuen uns auf das Frühlingsfest nächste Woche!

Das Glockenspiel erklingt, das Puppenspiel fängt an: Nusswichtel liegt mit Erkältung im Bett, Hasi und Blaumütz niesen auch schon. Blaumütz, der kleine Tolpatsch, fällt natürlich bei jedem Nieser vom Stuhl! Michl will ihm Tee kochen und merkt, dass die Dose mit den Teekräutern leer ist.
Er zieht die warme Jacke an, da immer noch ein kühler Wind geht, aber den Schal lässt er zu Hause, denn die Sonne scheint. Michl nimmt den Besen mit nach draußen, damit er die alten Herbstblätter wegschieben kann um die frischen Kräuter besser zu finden.
Draußen beginnt er munter und schwungvoll zu fegen. Dabei fliegen die Schnipsel immer wieder bis ins Publikum. Ah, da sieht er die Frühlingsblumen und die Kinder sagen ihm, wie die Blumen heißen. Eine Huflattichblüte pflückt er gleich ab, für den Erkältungstee.
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Als er am Moosbüschel fegt, findet er darin etwas ganz Seltsames: ein weiches, weißes Ding. Die Kinder klären ihn auf, dass dies ein Schmetterlings-Kokon ist! Vorsichtig horcht Michl daran und hört ein ganz leises Zirpen darin ...
Er legt den Kokon zurück ins Moosbett und fegt weiter. Da bewegt sich der Kokon und ein heller, gelber Schmetterling kriecht heraus.
Michl lässt ihn auf seine Hand krabbeln und hält ihn hoch, damit er fliegen kann. Doch der Schmetterling traut sich nicht so recht. Da ruft Michl den Frühlingswind, damit er dem Schmetterling beim Fliegen hilft: alle Kinder pusten tüchtig...
Der Zitronenfalter erhebt sich in die Luft und ist glücklich. Michl und die Kinder winken ihm noch.
Dann geht der Zwerg mit dem Besen und der Huflattichblüte nach Hause und kocht frischen Hustentee für seine Freunde.

Schluss: wir singen das Lied "April, April..." und später draußen spielen wir das Singspiel "Schmetterling, du kleines Ding".


Dienstag, 5. März 2013

Monatsfeier - März

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Wettkampf zwischen Sonne und Nordwind 

Ich habe die Fabel von Jean de La Fontaine etwas umgedichtet, sie passt wunderbar zum Wetter momentan.
Vorbereitung:
Auf einem Spieleständer habe ich eine Frühlingswiese gestaltet. Schneeglöckchen und Osterglocken habe ich im Garten gepflückt und in kleine Vasen gestellt.
Die Pappsonne klebt links am Holzrahmen, der Nordwind aus lila Pappe ist beweglich und klemmt noch hinter den drappierten Wolken. Ein hellgelber Schal wird als Sonnenstrahl benötigt und hängt erstmal hinter der Sonne. Michl trägt seine warme Wolljacke.

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Wir singen :

Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder...

dann drehen wir die Jahreszeitenuhr zum Märzbildchen weiter und überlegen, was uns der März bringt:
Wer hat Geburtstag?
Frühlingsblumen, wer weiß wie sie heißen?
Die Wildgänse sind schon über unseren Kindergarten geflogen, sie bringen den Frühling mit!
Ende März kommt der Osterhase!
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Das Glockenspiel erklingt, das Puppenspiel beginnt.
Michl macht einen Spaziergang und erfreut sich an den Frühlingsblumen. Er schnuppert daran und merkt gar nicht, wie sich hoch über ihm der Nordwind mit der Sonne streitet:
Nordwind: "Mach, dass du fortkommst, Sonne, ich bin sowieso stärker als du!"
Sonne: "Haha, du willst stärker sein? Das glaube ich nicht! Du oller Pustewind!"
Nordwind: "Und wie stark ich bin!!! Sollen wir kämpfen?"
Sonne: "Von mir aus gerne! Aber wie denn?"
Der Nordwind überlegt, dann hat er eine Idee: "Siehst du den Zwerg dort unten? Wer es schafft, ihm die Jacke auszuziehen, ist Sieger!"
Sonne: "Einverstanden. Du darfst anfangen."
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Der Wind fängt an, fürchterlich zu heulen und spuckt Hagelkörner (weiße Konfetti). Er pustet so sehr, dass Michl sich an dem Baum festhalten muss, um nicht umzufallen. Seine Jacke knöpft er fest zu, so eisig wird es plötzlich. Irgendwann hat der Nordwind keine Kraft mehr. Er kehrt ärgerlich zur Sonne zurück und sagt: "Ich kann nicht mehr! Meine Hagelkörner sind verbraucht, ich muss mich ausruhen. Das schaffst du auch nicht, dem die Jacke vom Leib zu reißen!"
Die Sonne lacht: "Na warten wir es ab!"

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Ich nehme den hellgelben Schal (als Sonnenstrahlen) und schiebe imaginäre Wolken damit zur Seite. Dann schiebt sich der Sonnenstrahl bis zu Michl und wärmt ihn. Michl fängt an zu schwitzen. Er knöpft schon seine Jacke auf. Der Sonnenstrahl wärmt seinen Bauch, da zieht Michl die Jacke aus, legt sich zwischen die Frühlingsblumen und genießt den schönen Tag.

Wütend rast der Nordwind noch einmal um die Sonne herum, dann saust er über Michl hinweg, hoch in den Norden ins Winterland, zu seinen Brüdern. Die Sonne lacht, und freut sich, dass man mit Freundlichkeit mehr erreichen kann als mit Gewalt!

Abschluss: 

Das Glockenspiel erklingt, das Puppenspiel ist zuende. Wir singen gemeinsam das Lied "Im Märzenwald" und gehen dann in den sonnigen Garten! Endlich Frühling!







Mittwoch, 6. Februar 2013

Monatsfeier Februar

Monatsfeier Februar im Kindergarten
Vorbereitung:
Ich stelle rechts und links des Zwergenstübchens eine mittelgroße Zimmerpflanze auf, zwischen denen ich einen Wollfaden spanne. Daran befestige ich die Faschingsdekoration. Auf einen Unterteller habe ich würfelgroße Stücke des gestrigen Geburtstagskuchens gestapelt.
Der Teller steht noch verborgen hinter der Bühne.
Michl ist als König mit Goldpapierkrone und Samtumhang verkleidet, Nusswichtel hat Schmetterlingsflügel und Blaumütz hat grüne Wuschelwolle als Krümelmonster umgewickelt.
Monatsfeier Februar im Kindergarten

Einleitung:
Wir singen "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder ..." Wir drehen die Jahrezeiten-Uhr weiter: der neue Monat heißt Februar, wer hat Geburtsag, wie sieht es draußen in der Natur aus, welches Fest feiern wir bald? Richtig: Karneval! Michl hat mit Nusswichtel schon sein Stübchen geschmückt!
Das Glockenspiel ertönt und das Theater beginnt.



Die Zwerge möchten Karneval feiern und Michl bringt einen Riesen-Teller mit duftenden Kuchenstückchen in das Zwergenstübchen und stellt ihn auf den kleinen Tisch. Die Kinder raten, als was sich die Zwerge verkleidet haben.
Als Nächstes wollen Michl und Nusswichtel noch eine  Girlande holen, sie gehen aus dem Raum. Während ihrer Abwesenheit schlüpft die Maus in die Stube, schnuppert am Kuchen und stibitzt ein Stück.

Die Zwerge bringen noch eine Luftschlange herein und bemerken beim Schmücken, dass ein Stück fehlt. Oder waren es gar nicht so viele Stücke?
Sie verlassen wieder den Raum um Getränke zu holen. Wieder kommt die Maus und nimmt ein Stück Kuchen. Als die Zwerge den Diebstahl entdecken sind sie empört.
Sie verstecken sich im Stübchen und wollen den Dieb erwischen.
Da kommt Blaumütz, der kleine Tolpatsch herein, er sagt den Kindern, er sei als grünes Krümelmonster verkleidet, das will immer Kekse essen.... Er sieht den Kuchen und als echtes Krümelmonster beißt er gleich hinein! Michl und Nusswichtel  kommen aus dem Versteck und machen Blaumütz Vorwürfe, dass er 3 Stücke Kuchen allein gegessen hätte, ohne zu fragen. Und der Kuchen gehört doch allen gemeinsam!
Blaumütz jammert, er sei (fast) unschuldig, weil er nur ein Stück hatte. Die anderen wollen es nicht so recht glauben, aber sie verstecken sich alle noch einmal.
Da kommt wieder das Mäuslein und will für ihr drittes Kind auch noch ein Stück holen. Die Zwerge springen hervor und stellen sie zur Rede. Sie erklärt: der Kuchen duftete bis in das Mäusenest und ihre Mäusekinder jammerten soooo sehr, da wollte sie nur ein bisschen holen. Aber weil so viel Kuchen dort stand, dachte sie, das wird schon nicht auffallen...
Das können die Zwerge zwar verstehen, dass die Kinder der Maus Kuchen wollten, doch die Mäusemutter hätte ja fragen können. Das muss man auf jeden Fall machen, nicht einfach wegmopsen!
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Die Maus verspricht, nächstes Mal ganz bestimmt zu fragen, da gibt Michl ihr auch noch Kuchen für sie und den Mausevater, damit sie im Mäusenest auch schön feiern können!
Dann geht die Party los: Michl tanzt und alle Kinder singen und tanzen mit: Rucki- Zucki..........

Zum Ende darf sich jedes Kind ein Zwergenstück vom Kuchenteller nehmen.

Freitag, 11. Januar 2013

Monatsfeier / Januar

Der Dreikönigstag liegt hinter uns 

und die Winterferien sind vorbei. Zum Abschluss der ersten Kindergartenwoche im neuen Jahr feierten wir gemeinsam den Januar.
Damit Platz für beide Gruppen gleichzeitig zum Zuschauen war, richtete ich die Puppenspielbühne im Flur ein.
Mit Bauelementen aus der Turnhalle hatte ich in wenigen Minuten eine schiefe Ebene errichtet, legte noch ein weißes Laken darüber, und der "Schlittenberg" war fertig.
Am Tage vorher hatte ich eine Papprolle beklebt und eine Wunderkerze daran befestigt, denn für das Stück benötigte ich eine Rakete.
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 "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder..."


Unser Anfangslied verbreitet jedes mal eine gewisse "Monatsfeier-Stimmung": Freude über das, was sich jeden Monat widerholt und vertraut ist, Spannung - weil etwas Neues bildlich erlebbar gemacht wird.
Nach dem Lied wird die Jahreszeitenuhr (dieses Mal ist es die neuere Uhr der anderen Gruppe) weiter gedreht. Was sehen wir auf dem Bild? Was geschieht in der Natur wenn Schnee liegt? Wer wird Geburtstag feiern?
Wer hat das Feuerwerk gesehen und die Knallerei gehört?

Auf der Schlittenwiese 

haben sich die Zwerge zum Schlittenfahren verabredet: Michl mit dem großen Schlitten, Nusswichtel und Blaumütz haben kleine Mini-Schlitten.
Alle drei starten gemeinsam, als Michl endlich oben ankommt.
Eins, zwei, drei, los! Holter-polter-bautz, kullern die drei den Berg runter! "Au mein Popo" ruft einer, "Oh, meine Nooose" ein anderer, alle haben Spaß und lachen.
Michl will seine Freunde auf dem Schlitten wieder hochziehen, doch die purzeln auf halber Strecke wieder runter: "Au mein Popo!Ooooh, meine Noooose!" Die Stimmung steigt...
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Endlich sind sie keuchend wieder oben auf dem Berg, da rutscht Michl aus und stößt sich an etwas Hartem im Schnee die Nase. Alle raten, was das sein könnte... Dann buddelt er das Ding aus - oh, eine alte Silvesterrakete!!!
(Ich halte die Rakete nur auf dem Schnee aufgerichtet, so dass die Wunderkerze hinten dran verborgen bleibt.)
Na, ob die noch funktioniert? Michl will es mal versuchen, Blaumütz soll die Rakete halten. (Ich klemme Blaumütz mit einem Arm unter ein Gummiband an der Rakete.)
Michl macht sich derweil unter der Rakete zu schaffen, alle zählen gespannt mit ihm: eins-zwei-drei- vier- fünf-, es dauert ein bisschen, bis die Wunderkerze zündet und die Rakete - mit Blaumütz - abhebt!
Große Aufregung! Blaumütz fliegt mit der Rakete durch den Flur und landet mit dem Erlöschen der Wunderkerze auf der Schneewolke über dem Jahreszeitentisch am Eingang.
"Ohweia, ich glaube, ich bin im Himmel," jammert er, hörbar verunsichert.
"Nein, du bist auf einer Schneewolke" spricht da eine feine Stimme zu ihm. Es ist eine große Papier- Schneeflocke. Mit ihrer Hilfe segelt er ganz sachte wieder der Erde und seinen Freunden zu...
Michl packt die beiden Kleinen auf den Schlitten und fährt sie nach Hause, denn Blaumütz braucht nach diesem unfreiwilligen Abenteuer erst mal einen heißen Kakao zur Stärkung!


Abschluss

Es folgte noch ein Lied zum Ausklingen und wir wünschten uns alle endlich ein bisschen Schnee zum Rodeln!
Wir sangen "Schneeflöckchen, Weißröckchen" und lernten noch das Fingerspiel "Schnee und Eis ..." kennen.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Adventfeier mit Schattenspiel

In der Woche vor Weihnachten haben wir zur Adventfeier eingeladen. Bei frischgebackenen Waffeln und duftendem Kaffee fanden wir uns zum gemeinsamen Singen zusammen. Leuchtende Transparentsterne an den Fenstern, Lichterketten und von den Kindern gebastelte Weihnachtsdeko zauberten eine heimelige Atmosphäre.
Einige Eltern hatten einen kleinen Basarstand mit allerlei Selbstgebasteltem vorbereitet, und die Kinder verkauften an den geschmückten Spielständern Weihnachtströdel, den wir jedes Jahr zu Beginn des Advents sammeln: Baumschmuck, Kerzenhalter, Duftlampen, Engelchen und mancher Kitsch fanden für wenige Cent neue BesitzerInnen.
Auch selbstgemachtes Holundergelee, eine Spezialität unserer Vorschulkinder und reich befüllte Plätzchentüten fanden guten Absatz.
Schließlich trafen sich alle noch einmal im Waffelstübchen um gemeinsam das Schattenspiel zu erleben. "Die Sterntaler" wurde von meiner Kollegin vorgelesen, während ich hinter der Bühne die Figuren bewegte.
Es war ein rundherum schöner Jahresabschluss und spiegelte die gute Gemeinschaft von Eltern, Großeltern, Kindern und Kindergartenteam.


Dienstag, 4. Dezember 2012

Monatsfeier - Dezember

Vorbereitung:

Neben dem Zwergenstübchen liegt unter dem kahlen Baum nun ein weißes Tuch auf einem Hügelchen. Tannenzweige stehen in der Vase und über dem Jahreszeitentisch hängt der Adventskalender an der Wand.
Der kleine, braune Nusswichtel hat ein Säckchen mit Nüssen (eine ist vergoldet) und steht unauffällig abseits der Bühne, etwas versteckt.

Wir singen "Es war eine Mutter..." und drehen unsere Jahreszeitenuhr auf den Monat Dezember. Gemeinsam überlegen wir, was uns der Dezember bringt: wer hat Geburtstag? (auch das Christkind!), Schnee, Adventskalender, Adventskranz, ... Und alle warten schon seit Tagen, dass Nusswichtel endlich mit der goldenen Nuss auftaucht, die brauchen wir um den Adventskalender zu öffnen!
Das Glockenspiel ertönt und das Puppenspiel beginnt.

Es hat geschneit!

Michl nimmt seinen Holzschlitten, zieht sich warm an und geht hinaus, wo er auf dem Erdhügelchen den ersten Schnee findet. Er trifft Hasi, der zuschaut, wie Michl Schlitten fährt. Er will es auch mal versuchen. Doch Hasi plumpst immer in den Schnee.
Monatsfeier DezemberMonatsfeier DezemberDa hören sie ein Ächzen und Stöhnen. Nusswichtel nähert sich mit dem Sack voller Nüsse. Der ist schwer! Michl eilt ihm mit dem Schlitten entgegen und lädt den Sack und Nusswichtel darauf. Das gibt eine lustige Fahrt! Und dann noch holterdipolter die Treppe zu Michls Stübchen hinunter!
Blaumütz, der kleine Tolpatsch, freut sich und krabbelt gleich in den Sack um die goldene Nuss zu suchen. Aber er findet nicht mehr heraus, weils darin so duster ist. Michl krempelt den Sack auf und Blaumütz legt eine Nuss nach der anderen heraus, das ist spannend! Da! Das ist die goldene! Alle freuen sich, und Nusswichtel erzählt, woher er die Nuss hat: von den Nussknackern der Nusshecke am "Alten Haus"(siehe unten).
Monatsfeier Dezember

Adventskalender

Alle Nüsse kommen wieder in den Sack und jedes Kind darf eine Nuss ziehen. Wer die Goldnuss hat, darf an diesem Tag ein Türchen am Adventskalender öffnen.




Sonntag, 2. Dezember 2012

Ein Wollbild entsteht

Herbstbild

Vor Weihnachten hatte ich noch drei Wollbilder als Auftragsarbeit zu gestalten. Die Zeit ist etwas knapp gewesen, da ich bald Urlab mache, doch nun sind die Bilder fertig und bereit zur Auslieferung.

Das Motiv zweier Bilder ist gleich, dennoch sind sie recht unterschiedlich geworden:

Wollbild Herbst, bunt
Bild 1 -
Wollbild Herbst, bunt
Bild 2 -
Hier der Entstehungsweg des Eichhörnchen-Bildes: